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messenen Bedarfes für das vorliegende Stück Arbeit die gehörigeZeit zu vergönnen.
Radetzky erließ noch am -1. Mai an die Venetianer eineAufforderung zur Uebergabe unter milden Bedingungen. Sie bliebfruchtlos. Die Machthaber in der Stadt hatten Alles gethan,um das eindringliche Wort des alten Helden zu verheimlichen.Dann traf der Feldmarschall noch einige bedingte Anordnungenund kehrte nach Mailand zurück. Als Radetzky am 6. Mai diebisher bewohnte Villa verließ, fanden sich sehr viele Soldatenein, ihn abreisen zu sehen, unter andern ein ganzes Bataillonvon Prinz Emil Infanterie Ein Corporal trat vor und hielteine Rede aus dem Stegreife, worin er dem Feldmarschall sagte,sie sängen und sprächen immer von ihrem Vater Radetzky, undder müßte es ihnen auch erlauben, daß sie ihn sich einmal ganzgenau ansähen. Natürlich hat dem Feldmarschall diese Sceneaußerordentlich gefallen, und er sprach nach seiner Gewohnheitfreundliche und liebe Worte zu den Soldaten, und reiste alsdannab, unter nimmer enden wollendem Jubelgeschrei und Hurrahruf.General Haynau aber ging von Mestre ab, um ein Eommando inUngarn zu übernehmen. Daher wurde in der Mitte Mai'ö demF.-M.-L. Thurn der Befehl vor Venedig anvertraut.
Abermals traten Regengüsse ein, die Laufgraben standenunter Wasser, das Geschütz versank im Schlamme, und derMannschaft reichte daS Wasser bis an die Kniee. Dennoch setztenIngenieure und Artilleristen, von der Infanterie unterstützt, ihreBauten, Ausbesserungen und Herstellungen unverdrossen fort.Durch die Durchsteckung des Eisenbahndammes wurde einem Theildes Wassers ein Abzug verschafft. Viele Erkrankungen tratenein, auch Oberstlieutenant Khautz wurde vom Fieber ergriffenund durch Oberstlieutenant Schauroth ersetzt. Die Leitung derArtillerie übernahm Major Trnka.
Von der Seeseite her konnte nun, da die sardinische Flottenach dem Waffenstillstände zwischen Sardinien und Oesterreichdas adriatische Meer verlassen hatte, die Blokade von Venedigwirksamer vollzogen werden. Die Lagunen, in welchen die Inselnliegen, auf welche Venedig erbaut ist, trennt von der offenenSee der Lido, ein schmaler Streifen Landes, und durch diesengehen nur drei für große Schiffe benutzbare Einfahrten, nämlichbei Chioggia, Malamocco und Fort Sän Nicolo, letztere imSpeciellen ebenfalls der Lido geheißen. Vor jeden derselben legtesich eine österreichische Fregatte; die übrigen Schiffe erhielten eben-falls ihre zweckmäßige Verwendung. Die venetianische Flotteging nicht hinaus, sondern blieb in den Lagunen. Die österrcichi-