3S8
- >'» imposanter Scküachtordnung aufgestellte k. k. Flotille, die schon
von ferne den hohen Gast mit den Salven ihrer Geschütze be-> grüßte. Auf ein gegebenes Signal kletterten auf jedem Schiffei dreimal 18 Matrosen in ihrem weißen Bordanznge auf die Raaender Mastbäume und bildeten eine symmetrische Pyramide, die sichim bunten Rahmen der Flaggen sehr malerisch ausnahm. Mitder einen Hand schwenkten sie a tempc, ihre Hüte und brachtendem Kaiser, dem Feldmarschall und dem Vizeadmiral enthusiasti-sche Iilvivva's. Dasselbe geschah auf allen Schiffen, an denender Curtatone vorüberfnhr. Die übrige Mannschaft und die: Officiere paradirten auf den Verdecken, von der Fregatte Bellona! schallte die Volkshymne herüber. Es war ein schönes, erhebendest Schauspiel, welches den Feldmarschall freudig überraschte. —! Nachdem der Curtatone das letzte Schiff umfahren hatte, kehrte
, er zur Fregatte Bellona zurück, und Radetzky mit seiner ganzenBegleitung begab sieb an Bord derselben, um ein vsjauner ein-zunehmen, welches daselbst für ihn und seine Begleiter vorbereitetwar. Auch die Commandanten aller Kriegsschiffe waren dortversammelt. Die Toaste auf das Wohl dcö Kaisers und desFeldmarschallS wurden von stürmischen kvivva'8 und den ent-sprechenden Salven begleitet. Mit großem Jubel wurden auchdie herzlichen Worte des gefeierten Gastes aufgenommen, in denener seine warme Theilnahme für und seinen festen Glauben andie schöne Zukunft der österreichischen Marine ausdrückte, derenWichtigkeit für den Staat die letzte Zeit so schlagend dargethanhat. Dieser Besuch hat den brüderlichen Bund, die harmonischeEintracht zwischen der Armee und der Flotte besiegelt. Nach be-endigtem Male begaben sich die Gäste wieder an Bord des Cnr-^ tatone und fahren, durch neue Geschützsalven und klvivvss beab-schiedet, nach Venedig zurück, wo sie auf dieselbe hehre Weiseempfangen wurden. Auch der englische Dampfer Ardent und dieenglische Brigg Frolic hatten die österreichische Flagge aufgezogen;Officiere, Matrosen und Besatzung paradirten auf dem Verdeckel und brachten dem F.-M. Radetzky ein dreimaliges Hnrrah, wel-
k ches die Equipage des Curtatone mit eben so vielen Lvivvn8 er-
f widerte. Der Feldmarschall dankte äußerst freundlich und höflich.Im Hafen angelangt verließ er den Curtatone, nachdem er demViceadmiral und den Marineofficieren seinen herzlichsten Dankfür das schöne Fest ausgedrückt und vom Major Fautz freundlichAbschied genommen, und begab sich in den viceköniglichen Palastzurück.
Eine halbe Stunde darauf schiffte sich der Feldmarschall, vomViceadmiral und seinen Adjutanten, dem Grafen Hadick und v.