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Barriere war ja überschritten, die dem so lange ersehnten, sooft ausgemalten Glücke noch hindernd im Wege gestanden.
Bald lag Zugarramurdi, das nächste carlistische Dorf, voruns. Die Behörden und die Osficiere der dort stehenden zweiCompagnien empfingen den Ankömmling artig und suchten zu-vorkommend alle Dienste zu leisten, welche meine gänzliche Un-kenntniß der Sprache möglich machte, wobei einer der Osficiere,des Französischen kundig, als Dolmetscher diente. Da sah ichdie Braven, von deren Kriegesthaten ich so oft bewundernd ge-lesen, an deren Seite zu kämpfen jetzt höchste Ehre und Zielalles Strebens mir war.
Ihr Anblick mußte tiefen Eindruck aus mich machen. Dasdunkelgebräunte Antlitz leuchtete ihnen vom Gefühle hohen Mu-thes und vom stolzen Bewußtsein der vollbrachten Thaten, wäh-rend die Narben, welche ihre kühnen Züge noch mehr hervor-hoben, das schönste Zeugniß der Gefahren und Leiden bildeten,denen für König und Vaterland sie willig sich ausgesetzt. MeineBewunderung stieg, da ich den Zustand wahrnahm, in demdiese Helden so viele Siege erfochten, so oft der Feinde dräuendeHeerhaufen durchbrochen und vernichtet hatten. Kaum decktendie Überbleibsel eines hellblauen Rockes die kräftigen Glieder,während Viele fast barfuß die Felsenwege hineilten oder höch-stens durch schwache Hanfsandalen *) ihre Füße schützten. Ein
*) Diese Hanfsandalen, sIparAsts8, werden in dem größten TheileSpaniens von den unteren Classen statt der Schuhe getragen undbilden, mit farbigen Bändern am Beine befestigt, eine eben soniedliche wie in der trockenen Jahreszeit passende Fußbekleidung.In einigen Provinzen tragen die Bauern auch Sandalen aus einemviereckigen Stücke gegerbten oder rohen Ochsenfelles; diese wurdenjedoch von den Soldaten nur im Falle augenblicklicher Noth getra-gen, während die glparZats» in der Armee allgemein waren.
Übrigens war die carlistische Armee späterhin oft sehr gut um-formtet; so stets die Divisionen beim Ausmarsch zu Expeditionen.