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neuten Haufen den Hauptstädten zugeschleppt wurden, die ge-wöhnlichen Tribunale reichten nicht mehr hin, um so viele Un-schuldige zu verdammen. Militair-Commissionen wurden allent- -halben niedergesetzt, in ihrem Gefolge erhoben sich Schasfotte, !bis, da auch sie zu langsam ihr grausiges Werk vollbrachten, ?das kriegerische Erschießen praktischer gefunden wurde. Ein un- .vorsichtiges Wort, eine Klage, bloßer Berdacht reichten hin,um Trauer und gränzenloses Elend den Familien zu bringen; ?Privathaß und Selbstsucht waren thätig, die Zahl der Opferjedes Alters, jedes Geschlechtes zu mehren; ganz Spanien lagin stummer, wehrloser Berzweiflung, aller Derer beraubt, auf ^deren Talente und Edelsinn es seine Hoffnungen gebaut hatte. ^Noch schien Rettung nicht unmöglich. In den baskischen .»Provinzen und dem Königreiche Navarra, diesem begünstigten §Theile der Monarchie, hatte lange schon dumpfe Unzufriedenheit ^gegährt, durch die Besorgnisse hervorgerufen, welche das Be-tragen der Regierung für die unschätzbaren kusros der vier Pro- ^vinzen rege machte. Während Ferdinand's Herrschaft waren diese jPrivilegien unangetastet geblieben, weil das Königreich sich stetsin solchem Zustande der Verwirrung und Schwäche befand, daßes Tollheit gewesen wäre, durch Gewalt solche Maßregel durch-zusetzen. Aber sehr wohl wußten die Basken, daß trotz demdiese Frage mehrfach zur Sprache gekommen; ja in der letztenZeit waren wirklich Truppen an ihrer Gränze zusammengezogen.Sie erinnerten sich, wie heilig diese auf Verträge gegründetenRechte seien, sie erkannten, welche Macht die Lage und die Ei-genschaften ihres Gebietes ihnen giebt; sie gedachten auch, wieder Jnfant Don Carlos im Gefühle der Gerechtigkeit stets fürsie gesprochen, wie einst die schon beschlossene Aufhebung derPrivilegien nur durch seinen Einfluß rückgängig gemacht wurde.Das brave Gebirgsvölkchen, dafür dankbar, zauderte nicht.
Sofort nach Ferdinand's Tode erhoben sich kleine Schna-rrn, Carl V. als König von Spanien, Herren von Vizcaya