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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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ungeheuren Aus- und Einfuhrzöllen seufzte, die den Handellähmten und das Volk verarmten, war dieser glückliche Winkelnicht nur ganz frei von ihnen, er bereicherte sich auch durch denZwischenhandel auf Kosten der ganzen Halbinsel. Freilich wur-den die baskischen Provinzen und Navarra in Rücksicht aufSpanien ganz wie fremde behandelt, ihre Gränzen mit Zoll-Linien und Douaniers umgürtet; aber trotz aller Vorsichts-Maßregeln konnte der Schleichhandel, an dem die ganze Nation,so das Beschimpfende ihm nehmend, Theil nahm, nicht verhin-dert werden. Die Lage am Meere mit zahlreichen Hafenstädtenund die Nähe Frankreichs erlaubte den Basken, die Waarenaus der ersten Hand zu empfangen, während die lange Ebro-Linie, da der Fluß dort im Sommer allenthalben Furthen hat,mit seinen beiden Flügeln bis zur Gränze und zum Meere, ih-nen tausend Wege bot, um von Norden aus die verbotenenWaaren noch weit mehr durch Spanien zu verbreiten, als es imSüden von Gibraltar, etwas weniger von Portugal aus geschieht.So bildete sich in diesen Provinzen ein vollkommenes Schleich-handel-System, in dessen Folge dort die Reichthümer in nochgrößerem Maße sich anhäuften, als die Monarchie täglich mehrverarmte und in tieferes Elend versank.

So ist es leicht erklärlich, wie die Basken und Navarresenmit höchstem Interesse über die Beobachtung so ausgedehnterund wichtiger Rechte wachten. Das mit der Abneigung derRegierung stets wachsende Mißtrauen und die Schritte, welchelangsam aber augenscheinlich dem Endzwecke, Aufhebung derluoros, zuführten, hatten entzündbaren Stoff in unendlicherMenge in dem Ländchen angehäuft: es bedurfte nur eines Fun-kens, um die Flamme wild ausbrechen zu machen und dasVolk, argwöhnisch, stolz, auf sein Recht, seine Kräfte und seineBerge vertrauend, zu kühnem Ausstande zu vermögen. Fer-dinand's Tod beschleunigte den Sturm.