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Provinz Navarra, den Vorzügen, Mängeln und Bedürfnissenderselben, so wie von dem Charakter seiner Landsleute. Seiter an der Spitze des Königreiches stand, leitete er die Kriegs-Operationen mit höchster Auszeichnung und verwaltete das Landsehr gerecht, weßhalb die Bauern, welche nicht selten seinerFürsorge und Grostmuth die Erhaltung ihrer Erndten, ihrerGüter und ihres Lebens verdankten, ihn eben so anbeteten wiedie Soldaten, denen er der sorgsamste Vater war. Unerschüt-terlich in seiner Treue für Carl V. war er scharfsichtig genug,um die undankbaren Selbstlinge zu durchschauen, welche denverblendeten König durch Heuchelei zu täuschen wußten, da siebereit waren, ihren erhabenen Wohlthäter zu opfern, so wieihre Zwecke es erheischen möchten. Garcia kannte sie und that,so viel in seiner Macht stand, um ihren Plänen entgegenzu-arbeiten. Arglist siegte auch da über biedere Loyalität; der edleGarcia fiel unter den Streichen Derer, die durch seinen undseiner Freunde Tod das Gelingen ihrer Verrathes - Complottesicherten.
Kurze Zeit vor meiner Ankunft hatte Garcia durch Über-raschung das feste Lerin genommen, bei der Annäherung Espar-tero's aber, der mit sechszehn Bataillonen von Pamplona her-anzog, es geräumt, da er den vorgeschobenen Platz nicht be-haupten konnte. Die Bewohner der umliegenden Dörfer, er-bittert über die Gräuel, mit denen die Garnison auf ihrenStreifzügen sie heimgesucht, hatten die Stadt ganz ausgeplün-dert. Espartero fand sie am 10. Juni evacuirt und die Fe-stungswerke zerstört, die er sogleich mit größter Thätigkeit wie-der errichten ließ. Er blieb dann in dem Ebro-Thale, um dasbei Estella concentrirte Carliften-Corps zu beobachten, dem auchUranga einige Bataillone zuführte, einen Angriff Espartero'sauf die Stadt befürchtend, zu dem die Abwesenheit der könig-lichen Erpeditions-Truppen wohl einladen konnte.
Am 15. war Gen. Garcia mit einigen Bataillonen nach