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setzten wir die Verfolgung fort und nahmen drei der Christines,einen von ihnen verwundet, gefangen; wir fanden die Thorenoch immer geschlossen, und als bald meine Jäger anlangten,fingen sie einen Officier und mehrere andere Spatzicrgäuger auf,die noch in den Feldern umherirrten. Auch nicht ein Mannwar von dem Gouverneur entsendet, um Nachricht über unsund über die Lanciers einzuziehen; noch an demselben Abend,ehe wir die Stadt einschließen konnten, ward die feindliche Es-cadron weggeschickt und zog sich auf Aranda zurück.
Ich hatte bei Abgabe der Gefangenen nur allgemein ge-meldet, daß ich ein kleines Rencontre gehabt. Als aber Zaria-tegui bei der Übergabe des Forts durch die christinvschen Offi-ciere den Vorfall erfuhr, schickte er mich nach einem derbenVerweise arretirt nach meinem Logis, weil ich meine Truppenverlassen, durch jugendlichen Ubermuth, wie er es nennen wollte,das Gelingen des mir Aufgetragenen compromittirt und michselbst unnütz ausgesetzt habe. Nach einer Viertelstunde ließ ermir durch einen Adjudanten ankünden, daß ich frei sei, undein prachtvolles englisches Fernrohr, das, in Lerma erbeutet, meineBewunderung erregt, mir überreichen, damit ich in Zukunftden Feind aus der Ferne sehen könne.
Als die Division am Abend anlangte, hatte ich meine Re-cognoscirung bewerkstelligt und erhielt vom General auf meinenAntrag zwei Compagnien Grenadiere, um einen Versuch zurÜberrumpelung der Stadt zu machen. An mehreren Punktenlehnten sich Häuser an die Mauer, so daß ich hoffte, durch einesderselben mich introduziren zu können, aus dem ich bei Tages-anbruch verbrechen, dem Corps die Thore öffnen und die inder Stadt befindlichen Chnstinos nach dem Castell jagen würde,wo der größere Theil der Besatzung die Nacht zubrachte. Inder That gelangte ich nach Mitternacht mit meinen Grenadierenunbemerkt an eines jener Häuser und stieg auf einer Leiter zueinem etwa dreißig Fuß über dem Boden befindlichen Fenster