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Feind mit Sicherheit auf dem geraden Wege vorausgesetzt wer-den mußte. Von dort wollte ich dann nach Süden mich rich-ten und die Sierra de Albarracin übersteigen, wodurch ich bisnahe Canete mich stets in sehr schroffem Gebirge befand.
Als> ich von Palacios' Colonne mich trennte, bestand meinDetachernent aus einem Sergeanten und acht und zwanzig Sap-peurs nebst zwei Bedienten und einer Ordonnanz. Bei meinerAnkunft in Beteta zahlte ich nur noch siebenzehn Mann, undwährend des Nachtmarsches nach Checa verschwanden wiederumacht, deinen, während wir dort frühstückten, der Sergeant mitzwei Corporalen folgte. Wir näherten uns der Provinz el Albar-racin, aus der die Mehrzahl der in unsern Compagnien stehen-den Sa-ppeurs gebürtig war, weshalb sie, von Mutlosigkeitergriffen, die doppelt günstige Gelegenheit zu benutzen eilten,um durch die Rückkehr zum väterlichen Hause den Gefahren sichzu entziehen, welche in Caiiete ihrer warteten. Das Landvolkerzählte ihnen überall, wie ich später erfuhr, daß sie die Festungschon nicht mehr erreichen würden und gewissem Tode entgegen-gingen.
Als ich gegen Abend in Griegos Halt machte, um zu fut-tern, war ich nur noch von den beiden Bedienten und der Or-donnanz begleitet; auf sie konnte ich sicher vertrauen, da sie mirganz ergeben waren. Manuel hatte ja hundertfachen Gefahrengetrotzt, um von Morella mir zu folgen, er zeigte sich stets alstreuen, -redlichsten Menschen und hing mit wahrer Liebe an mir,Marco aber, der Deserteur, den ich nicht lange vorher von derTodesstrafe befreite, flog jeden Wunsch zu erfüllen, ehe ich ihnauszusprechen Zeit hatte, während die Ordonnanz, welche seitmeiner Ankunft in Castilien mit mir war, gleichfalls sich be-währt hatte.
Bei Sonnenuntergang brach ich auf, um den höchstenPunkt des wilden, aber fruchtbaren Gebirges zu ersteigen, daswestlich vorn Albarracin bis zur Sierra de Cuenca sich erstreckt