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der großen Meister zur Seite sah man nicht seltenin ihrem Pallaste flüchtige unvollkommne Entwürfe,aus denen kaum irgend eine Spur von spätremTalente hervorblickte. Denn, wenn auch ihrKunstgeschmack ihnen die Mittelmäßigkeit einessolchen Werkes deutlich genug zeigte, so sagte ihnendagegen ihr Herz, daß die jungen Künstler, aufwelche sich ihre Freigebigkeit erstreckte, einer Stützebedürften, um den Durchbruch ihres Talentes zuerwarten. Den Einen kauften sie vollendete Werkeab, den Andern bezahlten sie ihre Hoffnungen.
Gern besuchte dcr Herzog auch die Kunstwerk-stätten großer Meister. Er fand Vergnügen daran,sie arbeiten zu sehen, auch waren seine Lobsprüchemit manchen gelehrten Kritiken gewürzt.
Die Herzogin liebte auch die Gesellschaft dcrgeschicktesten Maler; sie zeichnete Landschaften,dem Wunsche des Prinzen gemäß vertauschte sieaber den Bleistift mit dem Pinsel und selbst ihreersten Versuche in dieser schweren Kunst leitend,brachte er, um den Eifer seiner Schülerin zu ver-mehren, ganze Stunden mit Malen neben ihr zu.
So verflossen in dem stillen Glücke des häus-lichen Lebens, in dem Genusse der Künste und in