griffen gefühlt, von der wahrhaft zärtlichen Be-geisterung, dies war das Wort, mit welchem derHerzog von Orlcans selbst sich über den Königund die königliche Familie äußerte. Wie oft warihr Schloß in Rvsny, unter dessen Lanbgewölbc»sie so gern die cdcln Bewohner des Palais-Royalempfing, Zeuge solcher Ergießungcn gewesen!Gern sah sich die Herzogin von Bcrri in derMitte der Kinder ihrer Tante, denn in ihremHerzen war kein Platz für Neid. Auch der Herzogvon Bcrri theilte in dieser Hinsicht alle ihreGefühle.
Im Jahre 1818 hatte die Geburt einesPrinzen, der aber nach zwei Stunden schon derTod folgte, das Palais Elysäe in Trauer ge-stürzt. Wenige Tage »ach diesem Verluste machteder Herzog von Berri dem Herzoge von Orlcanseinen Besuch, der mit dem jungen Herzoge vonChartrcS in seinem Kabinette sich befand. Alser den Herzog bei sich eintreten sah, that er, alswenn er seinen Sohn entfernen wolle, weil erwahrscheinlich besorgte, der Anblick seines Fami-lienglücks könne die Betrübniß seines Vettersvermehren. Wohlwollend hielt aber der Herzog