Band 
Erster Band.
Seite
249
JPEG-Download
 

249

legte cr seinen Mund an sie, um das Blut aus-zusaugcn. „Was thun sie?« sprach der Prinzihm abwehrend; „die Wunde ist vielleicht ver-giftet.«

Die betrübte Neuigkeit fing nun an, sich inParis zu verbreiten, in welchem in der heutigenNacht eine Festlichkeit an die andere sich reihen.Der Salon des Herzogs von Albufcra, in welchemcr einen prachtvollen Ball gab, war einer derErsten, in den das Gerücht der Ermordung drang.Die Herzogin von Rcggio, die sich dort befand,verließ eiligst den Saal; die Bestürzung wurdeallgemein und das Fest unterbrochen. Bald wardie gräßliche Nachricht in der ganzen Stadt ver-breitet, und brachte überall die gleiche Wirkunghervor. Die Tanze hörten auf, die Menge verliefsich in düstrem Schweigen, aus allen diesen Ge-sellschaften eilten aber doch irgend einige alteDiener herbei, um sich nach dem Befinden dessterbenden Herzogs zu erkundigen.

In wenig Augenblicken waren der Foyer undund die Corridors des Opernhauses angefüllt.Alles, was in Frankreich groß und erlaucht war,drängte sich in diese nur zu eng gewordenen