16L
wissen, nach welcher Seite hin sie ihre Schrittelenken sollte. Man fand sich endlich wieder zu-sammen; aber die Prinzessin erreichte erst amhellen Tag den Sammelplatz, wo sie in der Nachthätte eintreffen sollen. Dieß war ein übler Um-stand, denn Streiskolonncn durchstrichen das Landin allen Richtungen, und wie leicht konnte sieeiner derselben in die Hände fallen, während siesich auf das Schloß begab, wo man sie in dertätlichsten Unruhe erwartete.
Sie flüchtete sich vor der Hand in das nächstebeste Haus, das einer Verwandt«, des Vendecrsgehörte, zu dem sie sich begeben wollte, dessenbeiden Töchter eben sclbandcr auf einem Pferdzu ihrer Tante geritten kamen, um sich zu er-kundigen, ob man keine Nachrichten von derHerzogin von Bcrri habe. Sie trafen diese selbst,die Prinzessin tauschte sogleich mit einer der beide»Schwestern die Kleider, bestieg mit der anderndas Roß und machte sich auf den Weg nach demSchlosse, nach welchem man nur auf der großenStraße gelangen konnte. Wenige Schritte vordemselben begegnete sie einem Offizier, der hiermit einem Detaschement lag; und da dieser den