Band 
Dritter Band.
Seite
212
JPEG-Download
 

212

hatte besänftigen und durch die Anstrengung ihresKörpers ihre rastlos arbeitenden Gedanken zurRuhe bringen können! Jetzt eine Gefangene durchdie für ihre Sicherheit nothwendigen Vorkehrungen,eingekerkert in ihr Asyl, fürchtete sie nicht allein,sich der Gefahr auszusetzen, sondern mit ihr auchalle diejenigen, welche ihr Gastfreundschaft gc-währten. In ihren Gedanken überall herum-schweifend, in der Vendee, in Frankreich, inEuropa, war sie in ein kleines Zimmer vonwenigen Füßen im Durchmesser eingeschlossen.Gequält durch ihre lebhafte im unthätigen Körpergefesselte Einbildungskraft, empfand sie unsäglicheQualen und war wirklich krank durch den Mangelan freier Bewegung.

Nur das Andenken an ihren Sohn Heinrichund an ihre Tochter hielt sie aufrecht in dieserharten Prüfung. Wenn auch die Opfer, welchesie gebracht, die Leiden, welche sie erduldet, vonder Politik, die immer das Unglück verdammtund nur das Glück freispricht, nicht gehörig ge-wogen wurden, so wußte sie doch, daß sie ihrin den Herzen ihrer Kinder angerechnet würden.Und dann sagte sie sich selbst, daß ihr Fcldzug,