Band 
Dritter Band.
Seite
232
JPEG-Download
 

- 232 —

»Heilungen zu machen, welche jedoch blos für siebestimmt seyen.

So wurde er denn an einem der letzten Tagedes Monats Oktober bei dem Fräulein Duguignyeingeführt. Für alle Falle hatte man noch dieVorsicht gehabt, alles so einzurichten, daß Dcutznicht ersehen konnte, ob das Haus, in welchesman ihn beschicken hatte, auch wirklich das vondcrHcrzogin bewohnte sey. War auch die Herzoginselbst voll Zutrauen wie die Redlichkeit selbst, sowar doch die Wachsamkeit ihrer Umgebung miß-trauisch wie Ergebenheit hier seyn mußte. Manließ Deutz zuerst in den Saal treten, wo ihn dieHerzogin sprechen sollte. Hieraus erschien diese;sie war gekleidet, als ob sie von Außen in einfremdes, nicht von ihr bewohntes Haus nur darumkäme, um Dcutz zu sprechen. Nach einer kurzenUnterhaltung erhob sich die Herzogin, und schiensich zum Fortgehen anzuschicken; doch, sich gleich-sam anders besinnend, wandte sie sich zu Dcutzmit den Worten: „Es ist b'effer, wenn Sie zuerstdas Haus verlassen; ich werde noch einige Minutenwarten und ihnen dann nachfolgen, denn mandarf uns nicht zusammen erblicken.«