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verbrieften Rechte gegen Bern, und das Waatland begehrteseine Verlornen Freiheiten ungestümer, denn je, zurück. Dannhörte man, daß eine französische Heermacht gegen die Schwei-zergrenzen anrücke zum Schutz der Waatländer. Diese hattenalte Verträge Frankreichs wegen Vermittelung angerufen. Esging aber Rede, Alles sei nur auf den Sturz der eidge-nössischen Obrigkeit abgesehen, und die Franzosen wolltensich Meister des Landes machen.
Eilfertig rüsteten Bern und Freiburg Kriegsvolk, umdurch Waffengewalt Waat und Aargau zu schrecken, daß die-selben schwiegen. Eilfertig versammelte sich zu Aar au eineTagsatzung. Vieles wurde auf derselben geredet, nichts ge-leistet, weil die eidgenössischen Orte weder unter einanderselbst, noch ihren Völkern vertrauten. Dies war ein großesUebel, aber nicht von diesem Tage her. Im Vorgefühl all-gemeinen Unterganges schworen die Tagherren zu Aarau nocheinmal den alten Bundesschwur (25. Jänner 17A8) zusam-men, doch ohne Zuversicht und Begeisterung der heldenmüti-gen Alten. Denn als sie kaum geschworen hatten, kam schonein Bote von Basel und sprach: „Sechshundert Mann desLandes sind in unsere Stadt eingezogen; die Burgen der Land-vögte stehen in Flammen; die Unterthanen alle sind frei er-klärt!" Da ging Entsetzen über die Herren der Tagsatzung.Sie fuhren Plötzlich und mit Zittern auseinander.
Große Bewegung geschah daraus im Schweizerlande, alsman der Obrigkeiten Furcht und Schwäche, und dabei derenWiderwillen gegendieWünschedesVolks erblickte. JnSchaff-hausen und im Rheinthal, und im Toggenburg,und in der March, und in Wesen und Uznach tratenAusschüsse der Landleute zusammen, sich selber zu helfen. Diewelschen Vogteien jenseits der Berge pflanzten den Frei-heitsbaum am Ufer des Tessin mit aufrührerischer Hand. Esging bald die ganze Eidsgcnoffenschast in Verwirrung undAuflösung auseinander. Die Obrigkeiten der Kantone, kraft-los, mißtrauisch und parteiet, handelten jede für sich, ohne