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Eichenhügel des Oehrli, unweit Frenkendorf, fanden sieihren Untergang. In geringer Zahl, und mit einem Helden-muth, würdig der schönsten Tage schweizerischer Freiheits-kämpfe, standen die Söhne der Landschaft hier, und lichtetendie Schlachtreihen Basels furchtbar mit Tod und Wunden.Da wankten die bedrängten Fahnen der Stadt; wichen zurück;bald in wilder, zerstreuter Flucht durch die Waldungen derHard. Racheathmend stürzte die siegende Landschaft nach;forderte und gewährte keine Gnade. Mehr denn dreihundertder Besiegten fielen getödtet oder verwundet. Der StolzBasels war gebrochen. Entsetzen und Trauer erfüllte dieganze Stadt.
Die Tagsatzung, am Abend des Treffens, zwar vomFriedensbruch, aber nicht vom Ausgang des Kampfes be-lehrt, trat Nachts zusammen und gebot Besetzung des Kan-tons Basel zu Stadt und Land durch zehntausend MannKriegsvolk. Am vierten Tage Augusts waren die Schaarender Eidsgenossenschaft schon in Schwyz, am zehnten in dieThore der Stadt Basel eingezogen. Der Sarnerbund wardaufgelöset; den widerspenstigen Ständen geboten, pflichtge-mäß zur Bundesversammlung Gesandte abzuordnen. Neuen-burg allein wagte zu zögern; zehntausend Mann setzten sichgegen die Grenzen desselben in Bewegung. Es gehorchteeilfertig.
So ward mit Ernst der Friede der Schweiz hergestellt.Mannszucht ehrte die Truppen; Begeisterung für Freiheitund Ordnung die ganze Nation. Die meuterische Aristo-kratie in Städten und Geschlechtern, nebst ihrem geistlichenund weltlichen Gefolge, verstummte erschrocken vor der Ma-jestät des Volkswillens, der sich anders offenbarte, als dieVerblendung erwartet hatte.
Zwar voll Rußland, Oesterreich, Preußen, Baiern undSardinien die Gesandtschaften eilten gen Zürich (7. August),milden Sinn für Basel zu bewirken; zwar die heftigsten unterden freisinnigen Schutzvereinen forderten Kriegsgerichte gegen