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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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I. Periode. H. Theil.

Epoche machend als für den Westen. Die fünfHauptstaaten desselben, Schweden, Dänemark,Polen, Rußland, und das damalige Preußenerlitten sämmtlich einzeln Veränderungen, die ihrekünftige Gestalt und ihren Charakter entweder schonbestimmten, oder doch vorbereiteten.

r. Diese Veränderungen wurden aber durchzweyHauptbegebenheieen hcrbeygeführt, durchdie Wiederaufrichtung des SchwedischenThrons durch die Auflösung der CalmarischenUnion; und durch die Reformation. Dieförmliche Auflösung jener Verbindung, welche diedrey Nordischen Reiche unter Einen Regenten hattestellen wollen, ohne je völlig ihren Zweck zu errei-chen, schuf eine Reihe unabhängiger Staaten imNorden, deren Verhältnisse, sobald gemeinschaftli-che Berührungspunkte sich fanden, sich auch seheeng in einander verschlangen.

z. Die Reformation wurde für den Nor-den von Europa fast noch politisch wichtiger, alsfür den Süden. Sie fand in drey Hauptländern,Dänemark, Norwegen und Schweden, einen sogroßen Eingang, daß sie bald hier herrschendwurde; sie ward in dem letztem sogleich, in denbeyden andern nachmals, die Grundlage der Ver-faß-