L06 I. Per. n. Th. Gesch. d. nörds. Staatensyst.
der Reformation — der allgemeinen Triebfeder der Natio-nal-Bildung — lag, an einem bewegenden Princip; unddie gesellschaftliche Organisation schien hier so wenig als inPolen zu versprechen, hätte nicht Regentenkraft hier einenviel freyern Spielraum als dort gehabt. Schon die Re-gierung von I wan Basile witz H., des ersten Czars,Gründers der Russischen Herrschaft in Nord-Asien,
1584 — des Vorläufers Peter's des Großen — giebt da-von einen Beweis, wie man ihn in der Polnischen Ge-schichte vergeblich sucht.
I. Geschichte der Händel und Kriege über Liefland bis auf denAnfang des Schwedisch-Polnischen Successions-Streits.i5S3-i6oo.
5. Bis auf die Mitte des i6ten Jahrhun-ders fehlte es zwischen den Staaten des Nordensan einem gemeinschaftlichen Berührungspunkt, weiljeder mehr mit sich selbst, oder doch nur mit sei-nen nächsten Machbaren, beschäftigt war. Zwarhatte schon Iwan Basilewiß I. seine Eroberungenunter andern auch auf Liefland gerichtet; allein deri5«z mit demselben auf 50 Jahre geschlossene Waffenstill-stand schob die Fehden über dieses Land hinaus,bis Iwan Basilewiß II. sie erneuerte, und Lieflandseitdem für den Norden von Europa ungefähr daswurde, was Maylanb für den Süden gewordenwar.
Poli-