2 l 2 l. Per. H. Th. Gesch. d. ndrdl. Staatensyst.
hielt. Und mit Polen bis zum 14jährigen Stillstän-de vor Moscau, z. Jan. 1619 (nachmals in einen Frie-den verwandelt zu Miasma 15. Jun. iSzg:) wodurchWladislaus seinen Ansprühen auf Rußland entsagte;aber Smolensk mit seinem Gebiet, Severien undTsernigow, bey Polen blieb.
4. Indem aber Polen und Schweden auf die-ser Seite die Hände sich frey machten, begann nunder Krieg unter ihnen selbst. Gustav Adolph
1620 eilte, ihn nach Liefland zu versehen, und da diePolen keine Lust hatten, die Schwedischen Ansprü-che ihres Königs zu unterstützen, fiel bald nicht1625 blos Liefland, sondern auch ein Theil des Polni-schen Preußens in die Hände des jungen Schwedi-schen Helden. Hätte diesen nicht der größere Schau-platz in Deutschland gelockt, was möchte ausSigismund geworden seyn? So wurde aber durchFrankreich hier ein Stillstand vermittelt, der Gu-stav Adolph Zeit ließ, in Deutschland seine Hel-denlaufbahn zu beginnen.
Sechsjähriger Waffenstillstand zwischen Polen und Schwe-den zu Altmark Lü. Sept. 1629; verlängert 12. Sept.lüzz auf 26 Jahre. Schweden blieb dadurch im Besitz vonfast ganz Liefland.
5. Die eifrige Theilnahme Schwedens an demdreyßigjährigen Kriege gab jetzt dem Norden etwasmehr Ruhe; zumal da auch die Türken damals ge-gen die Perser beschäftigt waren (s. oben S.
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