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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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211
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L.Schw.-Poln.Successionsstr. i6oo--i66O. 21 r

Z. Indessen verhinderte die eben damals inRußland herrschende Anarchie den wirklichen Krieg,weil beyder Augen auf Rußland gerichtet waren;und Schweden sowohl als Polen sich mit der Hoff-nung schmeichelten, einen ihrer Prinzen auf denRussischen Thron zu bringen. Allein die ErhebungLeS Hauses Romanow vereitelte endlich diese-sizAussichten, indem sie die Friedensschlüsse zu Stol-bowa und Moscau herbeyführte.

Nach Feodor's Tode 15Y8, dessen Bruder Deme-trius >5yr war ermordet worden, folgt erstlich dessenSchwager Doris, der aber 1605, durch einen falschenDemetrius verdrängt, sich selbst umbrachte. Zwarward dieser durch den von einer Parthey zum Czar ernann-ten Knäs Schuißkoy erschlagen, 17. May 1606; alleinPolen und Schweden mischten sich nun darein, für ihrePrinzen, oder zum Erobern. Ein zweyter falscher Deme-trius wird von den Polen unterstützt, die selbst Moskaueinnahmen, und ihren Prinzen Wladislaw zum Czarwählen ließen: aber dagegen hieng sich Schuiskoy anSchweden, durch einen Vertrag zu Wiborg lüoy; wardaber dennoch rüio gestürzt, worauf Carl IX. »ach Ein-nahme Nowgorods seinen zweyten Sohn Carl Philippzum Czar zu machen suchte, jedoch bereits den 50. Oct.lüii starb, und seinen ältern Sohn Gustav Adolphzum Nachfolger harre. Aber die Russische Nationhalfsich selbst, indem durch eine feyerliche Wahl ei»Einheimischer, der junge Michael Feodorowitz ausdem Hause Romanow, ein Verwandter der Ruriks, 12.

Fcbr. lüiz, einmüthig zum Czar ernannt wurde.Seitdem Fortgang des Kriegs mit Schweden bis zumFrieden von Stolbowa 27. Febr. 1617, worin Schwe-den Ingerman»land, und Carelien (Kerholm) be-

D 2 hielt.