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2i8 I.Per. H.TH. Gesch. d. nbrdl. Staatensyst.
umschränkter Souverain wurde. Den Keimzu derselben hatte freylich schon längst das entstand-ne Mißverhälmiß der Stände gelegt; doch bedurftees eines Zusammenflusses von Umständen, wie diegegenwärtigen, um ihn zur Reife zu bringen. EinKönigspaar, wie Friedrich III. und seine Ge-mahlin, unterstützt durch einen treuen Diener wieGabel, vermag viel für sich; was vollends, wennMänner, wie Bischof Svane und BürgermeisterNansen, ihren Wünschen entgegenkommen? Aberwer mag einer Revolution ihre Grenzen vorschrei-ben? Vernichtung des Wahlreichö und der Adelö-aristocratie war der ursprüngliche Zweck; gänzlicheVernichtung der ständischen Verfassung hatte wohlselbst der König nicht erwartet. So aber wardFriedrich III. gesetzlich durch die Souveraini-tätsacte und das Königsgesetz der unum-schränkteste Monarch in Europa.
Geschichte der Revolution in Dänemark von L. T. Spiltler.Berlin. 1796. Hauptsächlich nach den von v. Sühn, be-kannt gemachten Materialien.