2ZO I!.Per. I.TH. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
und Deutschlands, recht dazu gemacht zu seyn,Frankreich emporzuheben, indem sie ihm zur Foliedienten.
r. Spanien, nach dem Tode Pbilipp's IV.lS6z) unter dem minderjährigen und nie mündigen CarlII. (-j >700), erscheint, wenn gleich fortdauernd in sei-nen Niederlanden das Ziel der Französischen Eroberungen,doch mehr in einem passiven als activen Zustande. Aberwenn die Ursachen der Unmacht Spaniens auch zum Tbeilin der Schwäche der Regierungen und ibren Fehlgriffenlagen (st oben S. izz.), so lagen sie doch noch viel mehrin der Verfassung und in den Sitten. In einem Reiche,wo die hohe» Regierungsstellen erkaufte z bis zjäbrigePfründe» sind; wo das Landeigenthum fast ganz in denHänden der Geistlichkeit und des Adels, und dennoch jedeSorge für Oekonomie unanständig ist; wo man bey demMangel der Cirkulation keine Capitale belegt, und Sil-bergeschirr den Reichthum ausmacht — muß endlich allge-meine Verarmung mitten im Reichthum entstehen. Wel-che Stockung vollends, wenn im Kriege die Schätze vonAmerica ausblieben?
Innres äs 1 'LspaAne (xsi IVlcl. v'^ilLieoi) I>arir. 1632. und
Kel-nioir äs la 6cnir cl'Ls^n^iis. i6g7. Unstreitig dielebendigste Schilderung des elenden Zustandes!
2. England, unter der Regierung des unwürdigenCarl's II. und (seit Clarendon's Fall 1667) seiner feilenMinister dem fremden Einflüsse Preis gegeben, war ohnebestimmten politischen Charakter, weil ein fortdauernderWiderspruch zwischen den Grundsätzen der Stnarrs und derMehrheit der Nation war, der endlich eine Catastrophe her-beysühren mußte, wie die der Revolution 1688, welcheJacob n. vvm Thron stürzte, und Willhelm m. dar-auf erhob.
z. Die