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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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r Staatshändel in Europa 1661 -1700. 25z

werden durfte, auf Frankreichs, und das Miß-trauen unter den Verbündeten auf der andern Seite,beförderten ihn. Ein Congreß, der sich auf deinSchloß bey Ryßwik in Holland versammelte, be-trieb unter Schwedischer Vermittelung die Unter-handlungen; und Ludwig erreichte um so eher sei-ne Zwecke, da es ihm gelang, neue Trennungenunter den Verbündeten ;u erregen.

Eröffnung des Congresses zu Ryßwik y. May 1697.Vorläufiges Einverständniß mit den Seemächte»; und nachAblauf des dem Kayser und Reich gesetzten Termins Ab-schluß des Friedens mit ihnen und Spanien 20. Sept.,worauf auch der Kayser und das Reich sich bald dazu ent-schließen mußten zo. Oct.

r. Friede Frankreich's mit England. 1. Aner-kennung von Wilhelm m. 2. Wechselseitige Herausga-be ber Eroberungen.

2. Friede Frankreich's mit Holland. Wechselsei-tige Restitution; und Handelstractat.

z. Friede Frankreichs mit Spanien. Zurückgabealler Eroberungen und Reunionen in Catalonien und denNiederlanden bis auf einige Ortschaften als Grenzberichti-gung. Ohne besondere Abtretung blieb durch den Frie-den von selbst Frankreich der schon früher besetzte Theilvon St. Domingo. S. unten.

4. Friede mit Kayser und Reich. I. Frankreichbehielt alles Reunirte im Elsaß; auch Strasburg. 2. Al-les außer dem Elsaß Reunirte wird zurückgegeben; (dochsoll nach eingeschobener Clausel die Carholische Religion inlistn yuo bleiben.) 3 . Die Pfälzische Erbschaftssache solldurch Schiedsrichter ausgemacht werden. 4 Volle Restitu-tion des Herzogs von Lothringen.