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Jan. 1667; (seitdem wiederholt erneuert; und endlich be-stätigt auf immer im Frieden zu Moskau lü86;), wo-durch 1. die Cosacken an der Ost- nnd Westseite des Dnie-pers zwischen Rußland und Polen «erhellt blieben. 2. Ruß-land im Besitz von SmolenSk, und den Ländern an derOstseite des Dniepers, Severien und Tserniksw blieb.
So raubten diese Kriege Polen seine besten Eroberungen;aber sie waren auch die Schule, wo sich Helden undFeldherren wie Johann Sobiesky und seines gleiche»bildeten.
von Müller von dem Ursprünge der Cosacken; in Samm-lung Russischer Geschichten B. IV.
8 . Während dieser Begebenheiten Lauerte i»Polen eine stete Gährung fort, vorzüglich durchdas Streben Frankreichs, einen Französischen Priiuzen zum Nachfolger Johann Casimir's bestimmen zulassen, unterhalten. Als aber dieser König, der j
Regierung müde, endlich abdankte, mißlangen bey j
der neuen Wahl die Versuche der Fremden; und ,
ein Inländer Michael WiSnowiecki, der eS ,
jedoch selber empfand, wie wenig er für einen sob 1
chen Thron paßte, erhielt ihn. Ein unglücklicher 1
Türkenkrieg, durch die Cosackenhändel entzündet 1
und durch einen schimpflichen Frieden geendigt, störte ,
wieder die Ruhe von Polen und dem Norden; als i
Michael zur rechten Zeit, um nicht abgesetzt zu !
werden, Polen die Wohlthat erzeigte, zu sterben.
Johann Casimic, durch seine Gemahlin Louise Mari?aus dem Hause Revers, im Französischen Interesse, wolltedem Hause Cond- zum Polnischen Thron verhelfen, stU
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