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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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316
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zr6 II. Per 81. Gesch.d südl.Eur. Staatensyst.

,, scheu Friedens (welche Lehre wäre sie für dieEroberungS. Politik gewesen!) verschwand.

Fortgang des Kriegs am Rhein; i?iz Einnahme von Lan-dau 20. Aug- und Fr-oburg 16. Nov. durch Dlllars. Un-terhandlung zausche» idm und Eugen zu Rastadt Nov.bis M rz 1714. Endlicher Abschluß 6. März» unterdem Namen von Präliminarien, die demnächst dem Reichzur Annahme vorgelegt werden. Hauptbedlngungen: »-Oestreich darf die Spanische» Niederlande in Besitz nehmen,nach verabredeter Barriere für Holland b. Oestreich bleibtin Besitz von dem was es in Italien inne bat; nemlichvon Neapel, Sardinien, Mavland und den Seaii «iezlixivlleii. 0. Restitution der in die Reichsacht erklärtenChurfürsten von Bayern und Cslln gegen Anerkennung derCbur von Hannover. 6. Für das Reich nur Wiederherstel-lung des Zustandes vor dem Kriege; durch BestätigungbcS Münstcrscheu, Nimwegischen und RvSwicker, Friedens. Annahme der dem Reich mitgetheilten Präliminarien;und Bestätigung zu Badeu in der Schweiz 7. Sept.

20. Die Entscheidung des Streits ward also-er Hauptsache nach durch die Absonderung derMebenländer in Europa bewirkt, wovon man auchvor dem Kriege hatte ausgehen wollen. Aber ganzentschieden ward der Streit leider! doch nicht, wenngleich der Krieg für jetzt aufhörte. Zwischen denbeyden Hauptcompetenten Spanien und Oestreichward kein förmlicher Friede, weil keiner bon seinenAnsprüchen ablassen wollte. Der schwankende Zurstand, in dem das Europäische Staatensystem einDecennium hindurch bleibt, war daher unvermeid-lich: