Zz6 II. Per. ö. l. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst-
reich, mit Spanien völlig ausgeglichen, sah seinepragmatische Sanction fast allenthalben anerkanntund selbst garantire; England war mit Allen Freund.Die alte Triebfeder der Politik, die Rivalität dermächtigen Staaten, schien fast erschlafft; aber dieVergrößerungssucht, die ewige Krankheit der Cabi-nette, erstarb nicht; es bedurfte nur einer Gele-genheit, die Befriedigung versprach. Sie trat ein,z^z alS nach dem Tode des Königs Friedrich Augustvon Polen die Wahl des Nachfolgers einen Kriegim Norden erregte (s. unten). Da Rußland undOestreich steh für den Churfürsten von Sachsen er-klären, ersah Frankreich, indem es sich seines Prä-tendenten Stanislaus Lescinsky annahm, die Gerlegenheit sich auf Kosten des Reichs, und Sparnien und Sardinien auf Kosten des Kayscrs, zuvergrößern. Ein kurzer Krieg machte hier fast grörßere Veränderungen in dem Besitzstände, als dievorhergehenden langen; und nicht blos die Repurblik, da sie die Neutralität der Oestreichischen Nie-derlande bewirkte, sonder» selbst England, trohseiner Garantie und Tractate, sah hier ruhig zu,daß sein Bundesgenosse Oestreich seiner wichtigstenAcquisitionen beraubt wurde.
Derbündung Frankreichs mit Spanien 24. Oct. und Sar-dinien ro. Sept. i?ZZ; hauptsächlich betrieben durch denJntriguant Chanvelin, der bis 1737 unter Fleur»die ausipärtigen Angelegenheiten leitete. Angriff Frank-reichs