r. Staatshändel in Europa. 3.1740--1756. 417
Uiit Rußland sowohl als mit Sachsen hattenNach dem Aachner Frieden nicht aufgehört; bey dempersönlichen Haß der Kayserin Elisabeth, so wiein Sachsen des dirigirenden Ministers, GrafenBrüht, war es nicht schwer, diesen zu unterhal-ten; und geheime Verabredungen, — nur nicht sogeheim, daß Friedrich II. sie nicht erfahren hätte,— zu einem gemeinschaftlichen Angriffe wurden ge-troffen, sobald man sich vorbereitet haben würde.
Z 7 . Wie wichtig jedoch auch diese Verbindun-gen für Oestreich waren, so blieb doch in Frank-reich eine Hauptmacht übrig, welche bey einem er-neuerten Kriege nach den bisherigen Verhältnissenwahrscheinlich aufs neue die verbündete von Preu-ßen werden mußte; und wie ungewiß war nicht indiesem Fall der Erfolg? Eine Verbindung mitFrankreich war unter diesen Umständen der WunschOestreichs; aber kaum schien sie je mehr als bloßerWunsch werden zu können.
z8. Allein Oestreich fand den Mann, der dieseIdee nicht nur faßte, sondern ausführte; und dasGebäude seiner Größe auf ihre Ausführung grün-dete. Unter vier Regierungen war Fürst Kaunißdie Seele des Oestreichischen CabinetS; oder bildetevielmehr — zum Hof- und StaatScanzler erhoben
Dd — meist