768 Ciaſt XXIX. Von Einmachung der Fruͤchten.—.-—————,—.,.—— 2————Ein Salat von Spinat oder Binetſch.
Man nimmt vier oder fuͤnff Hand⸗vol Binetſch/ macht denſelbigen rein/ſiedet ihn in Waſſer und Saltz/ gieſſet hernach das Waſſer ab/ hackt es mitdem Ruͤcken des Meſſers/ darnach laͤſt mans kochen in einer Sehaſh uͤber einwenig Kohlen/ mit etwas Butter und Wein⸗Eſſig/ und ein wenig Roſinlein/ſo ſauber gewaſchen/ und ſo viel Zucker/ als man vermeinet/ daßes nöthig ſeye.Zieret die Schuͤſſel mit harten Eyern/ undtraͤgts zu Tiſch.
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Vom Lonfect und Zucker⸗werck.Bs unſerm Meyer⸗Hofe wird nicht undienlich ſeyn/ wann wir der
Hauß⸗Mutter auch ein und andere nuͤtzliche Wiſſenſchafften/ inſonder-heit aber von Zurichtung allerhand Confect und Zuckerwerck/ nachfol-genden Bericht und nterricht noch ferner mittheilen: Hat demnachdieſelbige zu wiſſen: -
I. Von des uckers Eigenſchafft insgemein.
II. Vom Lautern.
I1I. Vom Canditren.
IV. Vom Formen.
V. Vom Faͤrben.
VI. Vom Vberziehen.
VII. Vom Einmachen und Saͤffren.
VIII. Von wolriechenden Sachen.
IX. Vom Backen des Fuckerwercks.
X. Von Lattwergen.
XI. Von Schau⸗Eſſen.
1. Betreffend des zuckers Eigenſchafft/ ſo iſt derſelbige insge-mein/ zwiſchen feucht und trocken/ einer mittelmaͤſſigen Natur/ und neiget ſichmehr zur Hitz als zur Kaͤlte.
Iſt vornemlich im Einkauffen Dreyerley:(1.) Der allerbeſte/ ſo ſehr hartund glaͤntzend/ weiß/ wie auch ſchwer am Gewicht.
(z.) Der Mittelmaͤſſige/ ſo etwas graulicht/ und nicht ſo weiß und hartals voriger/ auch mittelmaͤſſiges Gewicht.
(3.) Dergeringſte/ ſo gar melbicht/ und noch ſchwaͤrtzer als voriger/auch leichter im Gewicht. 8
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