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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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282 Claſl. XXX. Vom Confeect und Zuckerwerch.

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12. Miſpeln einzumachen.

Man nimt Miſpeln/ wann ſie am beſten gewachſen ſeynd/ und ſchaͤlet ſieſo duͤnn/ als immer muͤglich/ zerſticht ſie hernach mit einem Meſſer/ und kochetſie ein wenig/ daß ſie mitt lmaͤſſig muͤrb werden/ trocknet ſie alsdann mit einemTuch/ thut hernach ſo viel Zucker darzu/ daß man dieſelbige damit bedecken koͤn-ne/ laͤſſets damit langſam einſieden/ und den Zucker wohl annehmen; thutesalsdann in ein irden Geſchire/ und laͤſſets biß auff den nechſten Tag ſtehen: her-nach wieder uͤber das Feuer eine halbe Stund lang/ alsdann abgenommen/ undabtropffen laſſen/ thut hernach Aepffel⸗Waſſer eine halbe Maaß zu dem Sy-rup/ undein Viertel⸗Pfund friſchen Zucker/ und damit geſotten/ biß daß es wieein wird/ letzlich in einem Glaß oder andern ſaubern irden Geſchirꝛ ver-wahret.

13. Wie man Citronen⸗Schalen in Zucker ein-machen ſolle.

Man nimt einen groſſen ſchoͤnenfriſchen Citronen⸗Apffel/ ſchneidet den-ſelvigen nach der Laͤnge inſechsoder acht Theil/ oder aber macht Stuͤcker dar-auß/ daß jedes ohngefehr zween queer Finger breit ſeye; Von dieſen Stuͤckenthut man das Marck und die Kernefleiſſig herauß/ und legt die Schalen etlicheTagelanginfriſches Waſſer/ ſo man taͤglich daran/ und das alte darvon gieſſenſolle/ ſolang/ biß man keine Bitterkeit im Waſſer mehrſchmaͤckt/ und ſelbigealle außgezogen hat; ſo es nun genug⸗ und die Schalen ſchoͤn wohlrie-chend und durchſichtig/ auch gelind worden/ ſo ſiedet man ſelbige uͤber einemfanfften Kohlfeuer/ alſo daß ſie fein zart muͤrb werden/ ſo lang/ biß daß manſelbige mit einer Nadel ſanfft duꝛchſtechen koͤnne/ thut ſie alsdann auß dem Waf-ſer/ und laͤſſets trocknen auff einem ſaubern Tuch/ nimmt hernach zu je-dem Pfund dieſer Schalen anderthalb Pfund Zucker und ein Noͤſſel Waſ-ſer/ macht darauß einen Syrup/ und laͤſſet die Schalen darinn ſieden/ biß daßſie gantz klar ſeynd. 1G

14. Wie man Pomerantzen⸗Schalen in Zucker auf eineandere Art einmachen ſolle.

Man nimt ſchoͤne friſche Pomerantzen/ macht ſechs oder auffs wenig-ſie vier Stuͤcke nach der Laͤnge darauß: nimmt hernach die Kern und dasMarck darvon/ und wirfft die Schalen infriſches Waſſer/ darein zum erſteneine gute Handvoll Saltz geworffen laͤſſets alſo in dieſem Waſſer die Bit-terkeit außziehen/ und vier und zwantzig Stund lang druͤber ſtehen/ her-nach dieſes Saltzwaſſer abgegoſſen/ und ander friſches Waſſer(ohne Saltz)

daruͤber gegoſſen/ und dieſes continuiret neun Tage laug/ jedes Tages 8⁷2