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Die technische Bildung im Kaiserthume Oesterreich : ein Beitrag zur Geschichte der Industrie und des Handels / von Dr. Herm. Ign. Bidermann
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Bildung der Wasscrineteore, Wärmeverbältnisse auf der Erdoberfläche, die Lcbre vvmGleichgewichte und der Bewegung der feste», tropfbaren und ausdehnsamcn Körper,mit vorzüglicher Rücksicht auf Maschinen, Das Wichtigste aus der Lehre vvm Schatte,vvm Lichte, vom Magnetismus und der Elektricität, mit Erklärung der in dieses Ge-biet gehörigen Naturerscheinungen und technischen Anwendung,

§. 19 -

Chemie.

Ziel. Kenntniß der wichtigsten Lehren der Chemie, auf Versuch gegründetund mit steter Anwendung auf die verschiedenen Gewerbszweige, Durch selbe sollder Schüler in den elementaren Grundlagen der Chemie so eingebürgert werden, daßer im Stande ist, die allgemeinen Gründe der wichtigsten Fabrikationen zu verstehen,

III. Classe, wöchentlich 6 Stunden in beiden Semestern.

Sowie bei der Naturlebre, erscheint auch bei der Chemie ein vorgeschriebenesAbgrenzen ihrer Lehren nach Semestern um so weniger angezeigt, als es bei der stetenVeränderung, welche diese Wissenschaft erfährt, nicht möglich ist, ein für alle Mal zubestimmen, wie die einzelnen dem chemischen Unterrichte zum Ziele gesetzten Doctrinenauf einander folgen sollen, ES muß daher dem Lehrer überlassen werden, seinenUnterricht den, jeweiligen Stande der Wissenschaft und dem vorgesteckten Ziele ent-sprechend einzurichten, und der Fassungskraft seiner Schüler möglichst nahe zu bringen.

§. 20 ,

Zeichnen.

Ziel. Uebung in der Formenaufsassung überhaupt und Gewandtheit in derWiedergabe derselben, beides angestrebt sowohl durch den Unterricht im Zeichnen geo-metrischer Linien, Flächen und Körper, sowie durch das freie Handzeichnen nach Vor-lagen von Theilen des menschlichen Körpers, von Thieren und Pflanzen.

L,. Geometrisches Zeichne n.

Zeichnende Geometrie in der Ebene mit Zuhilfenahme des Zirkels und Lineals;Zeichnen von Flächen und Körpern nach plastischen Modellen in verschiedenen Lagenmit freier Hand. Parallel mit dem Zeichnen geht die Erklärung der gezeichnetenObjecte.

8, Freies Handzeichnen.

Zeichne» nach Vorlagen, vorzüglich von Theilen der menschlichen Figur, vonThieren und den einfachsten Pflanzenformen in gehöriger Stufenfolge, und im Vor-schreiten von strengen Umrissen zu mehr ausgeführten Zeichnungen,

In der ersten Classe wird durch wöchentlich 10 Stunden ausschließlichdas Linear- und freie Handzeichnen nach geometrischen Linien und Körpern, in Ver-bindung mit dem Unterrichte in der Geometrie gelehrt, so zwar, daß in dieser Classejenes Ziel erreicht wird, welches für die Unter-Nealschnle in Bezug auf diese Abthei-lung des Zeichnens oben vorgezeichnet ist.

In der zweiten und dritten Classe wird das freie Handzeichnen geübt,und zwar in der II. Classe: