Vorwort.
XVII
dieser Dinge und ihres eigentlichen "Wesens an den Tag, so hatteman wohl von ihm auch erwarten dürfen, dass er gewusst hätte,dass schon im vorigen Jahrhunderte der grosse Lagrange in zweiberühmten Abhandlungen über die algebraische Auflösung der Glei-chungen (Beflexions sur la resolution algebrique des
jetzt hinreichende Veranlassung, denselben einige Abhandlungen in dieser Zeitschrift211 widmen, was ich bis jetzt absichtlich unterlassen habe, weil die Nothwendigkeitder erwähnten weiteren Ausbildung und Vervollkommnung sich voraussehen liess”.bies die ohne Zweifel sehr überzeugenden Gründe Prof. Grunert’s. Indessen giebtes Leute, die da meinen, wenn etwas geschehen ist , sei es sehr leicht, nachträglichzu sagen, man habe (natürlich mit „philosophisch-mathematischem Geiste”) voraus-gesehen, dass cs habe geschehen müssen , und Prof. Grunert’s EntschuldigungWolle also nicht viel besagen. Versteht es derselbe doch sonst, dem, was er auf-nehmen will, einen Platz in semem Archiv zu verschaffen. Ein Paar Beispiele,die auch zugleich Prof. Grunert’s Ausdrückon: „unser Tschirnhaus”, „unser Lands-mann” gegenüber nicht ohne Interesse sein dürften, mögen dieses beweisen: Vorlängerer Zeit hatte ich, noch als Schulamtscandidat, einen umfassenderen Aufsatzüber Gerhardts „Entdeckung der höheren Analysis” (denselben, von welchemnachmals ein Auszug in Schlömilch’s Zeitschrift. Jahrgang 1856, pag. 240, er-schien) an Prof. Grunert gelangen lassen, der mir auch in einem Briefe vom5. März 1855 die Versicherung gab, derselbe werde „in einem der beiden erstenHefte von Thl. XXV” des Archivs abgedruckt werden. Als dies nun weder ander zugesicherten Stelle, noch in Heft 3, noch in Heft 4 des Theils 25 geschahynd ich daher die Arbeit zurückverlangte, überschickte mir Prof. Grunert dieselbe,mdem er unter dem 18.Januar 1856 schrieb: „Ihr so eben bei mir eingegangenesSchreibon vom 15. d. M. beehre ich mich sogleich ganz ergebenst zu beantworten.Ihr fraglicher Aufsatz war zum Abdruck in Thl. XXVI, Heft II (Heft I wird indiesen Tagen ausgegeben) bestimmt und zu diesem Behuf schon seit längerer Zeitin der Druckerei. Nun ging abor vor Kurzem eine grössere höchst interessanteAbhandlung analytisch geometrischen Inhalts von Herrn Dostor in Paris ein, welchefür den Unterricht in der analytischen Geometrie von der grössten Wichtigkeitist, und deren baldigstes Erscheinen, auch abgesondert vom Archiv, als besondereSchrift, von einer grossen Anzahl der professeurs des LycÄes de Paris lebhaft ge-wünscht wird, eben wegen ihrer grossen Wichtigkeit für den Unterricht in deranalytischen Geometrie. Ich bin daher genöthigt, diese Abhandlung, welche mehrals ein ganzes Heft des Archivs in Anspruch nehmen wird, in Thl. XXVI, Heft IIabdrucken zu lassen, und muss daher Ihren Aufsatz auf Thl. XXVI, Heft III ver-weisen. Da ich nun nicht glauben kann, dass Sie so lange noch Geduld haben wer-den, so bin ich genöthigt” u. s. w. Nachdem also Prof. Grunert die Aufnahme einesAufsatzes, der freilich weder von Paris kommt, noch von den „professeurs desLycees de Paris” befürwortet wird, in eins der beiden ersten Hefte von Theil 25versprochen und dieselbe dann aus Gründen, die anzugeben er nicht für der MüheWerth erachtet, auf Theil 26, Heft 2 verschoben hat, erscheint eine französischeArbeit, deren „baldigstes Erscheinen” „von einer grossen Anzahl der professeursdes Lycäes de Paris lebhaft gewünscht wird”, und Prof. Grunert, der dieselbeebenfalls für sehr wichtig erklärt, ist „daher genöthigt”, alle anderen Rücksichtenbei Seite zu setzen und „muss” sie, abgesehen davon, dass sie auch als besondereSchrift beim Verleger des Archivs gedruckt wird, sofort in das nächst erscheinendeHeft des Archivs aufnehmen. Ein anderes Beispiel ist folgendes: Das italienischeBuch: „Introduzione ad una teoria delle curve piane pel Luigi Cremona” wirdiu Theil 39 des Archivs, Literarischer Bericht OLIV, pag. 7, von Prof. Grunertvorläufig erwähnt, sodann werden am Ende desselben Literar. Ber. die Buch-bandlungen in Italien und Deutschland namhaft gemacht, durch welche dasselbez u beziehen ist, im Literar. Ber. CLV, pag. 2, wird dasselbe Buch rühmendrecensirt und die Aufforderung ausgesprochen, es in das Deutsche zu übersetzen,
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