XVIII
Vorwort.
equations. Nouv. Memoires de Berlin. 1770. pag. 134-— 1771 pag. 138) es sich zu einem ganz besonderen Geschäft ge-macht hat, die Methode unsere Landsmanns der eingehendsten, sorg-fältigsten und lehrreichsten Prüfung zu unterziehen und dessen Ver-dienst in das gehörige Licht zu stellen. Auch die schöne Abhandlung
in Theil 41, Literar. Ber- CLXI, pag. 6, folgt eine Erklärung, warum diese Ueber-setzung, die einstweilen begonnen bat, noch nicht habe erscheinen können, inTheil 42, Literar. Ber. CLXVI, pag. 8, wird in einer Anmerkung mitgetheilt, dassder Druck der Uebersetzung sich jetzt seiner Vollendung nähere, in Theil 44,Literar. Ber. CLXXIII, wird bei Gelegenheit der Becension eines anderen Buchesvon Cremona am Ende mit gesperrter Schrift auf dieses erstere und die Ueber-setzung aufmerksam gemacht, und in Theil 45, Literar. Ber. CLXXVII, pag. 4,endlich wird die nunmehr bei dem Verleger des Archivs — wie auch seiner Zeitdie von den „profcsscurs des Lycees de Paris” befürwortete Abhandlung des HerrnDostor — erschienene Uebersetzung gepriesen und schliesslich auf die Productionender italienischen mathematischen Literatur aufmerksam gemacht. Das sind alsosieben verschiedene Anzeigen eines und desselben italienischen Buches, ungerechnetnoch die auf die Uobersetzuug desselben bezüglichen Buchhändler-Annoncen aufden Umschlägen der einzelnen Hefte des Archivs, deren ich mich noch sehr wohlerinnere, wenn ich sic auch nicht mehr im Einzelnen anzugeben im Stande bin,da ich das Archiv grösstcntlieils gebunden vor mir habe, auf die sich aber Prof.Grunert in Theil 41, Literar. Ber. CLXI, pag. 7, selbst bezieht. Man sieht also,Prof. Grunert versteht es ganz vortrefflich, einem Gegenstände, den er aufnehmenwill, Baum in seiner Zeitschrift zu verschaffen. Doch damit nicht genug, lnTheil 39, Heft 2 des Archivs veröffentlicht Prof. Grunert einen eigenen Aufsatzüber die Auflösung der Gleichungen vierten Grados, und erst im Theil 40, Heft 2,nachdem der für die Einreichung der Preisschriften gestellte Termin abgelaufen ,eine solche eingegangen und von ihm beurtheilt ist f erfolgt die Mittheilung vonTschirnhausens Theorie der Gleichungen, die also Prof. Grunert doch wohl minderwichtig erschienen sein muss, als sein eigener Aufsatz über die Auflösung derGleichungen vierten Grades, obschon sie nach seiner Behauptung in obigem Gut-achten von grosser Bedeutung”, „eine wirkliche Erfindung” und die Ursache ist,dass „unser Tschirnhaus” „wahrhaft berühmt geworden ist! Betrachten wirdiese Mittheilung von Tschirnhauscns Theorie, welche die Ueherschrift trägt: „DieMethoden von Tschirnhaus und Jerrard zur Transformation der Gleichungen”nun näher! Was zunächt den Inhalt angeht, so sei, da ich auf denselben weiterunten noch zurückkommen werde, liier nur bemerkt, dass er von TschirnhausensVerfahrens weiter nichts als den Grundgedanken enthält. Was die Porm betrifft,so heisst Jerrard, der in obigem Gutachten ziemlich absprechend „der EngländerJerrard’' 1 genannt wird, in dem betreffenden Aufsatze im Archiv respeotvoller:„der Engländer George B. Jerrard, Esy”. Dagegen sucht man in demselbenAusdrücke, wie „unser Tschirnhaus”, „unser Landsmann” vergebens. Nur eineinziges Mal kommt letzteres vor auf pag. 214, Anmerkung, wo Prof. Grunertsagt: „Die französischen Mathematiker, welche sich, namentlich der berühmteLagrange , der über die Methode von Tschirnhaus in den Mdmoires de CAcaddmiedes Sciences de Berlin 1770 et 1771 tiefsinnige Untersuchungen angestellt hat,eifriger mit unserem Landsmann beschäftigt haben, als wir selbst”.... (Beiläufigbemerke ich übrigens, dass damals, 1770 und 1771, als er seine Untersuchungentfber Tschirnhausens Methode anstellte, Lagrange noch nicht zu den „französischen”Mathematikern gerechnet worden konnte. Denn derselbe ist bekanntlich in Turingeboren, 1736, war Professor an der Artilleriescliulc zu Turin von 1756 bis zuEulers Weggang yon Berlin nach Petersburg, 1766, wo er au dessen Stelle alsDirector der mathematischen Abtheilung der Akademie der Wissenschaften nachBerlin ging; und erst 1787 begab er sich nach Paris). Während endlich inobigem Gutachten behauptet wird, dass „ein grosser Theil des Buhms, den Jerrardsich neuerlichst-erworben, auf unseren Tschirnhaus zurückfällt und demselben zu