V orwort.
XXVII
ziemlich geschmacklose Auszüge '), die wenigstens in einen Anhanghätten verwiesen werden sollen, wodurch allein die Schrift einiger-massen lesbar geworden wäre, aus Tschirnhausons Schriften enthält,welche demjenigen, der sich einmal an eine bessere und wahrereWürdigung unsers Landsmanns 2 ) wagt, nützlich sein können, weil
findung ” „des trefflichen Bring” sei, (1er (len „GrancZgedankcn zuerst gehabt hat,das vermag nicht ich, das mag (1er „philosophisch - mathematische Geist” des Prof.Grunert selbst entscheiden.
’) Auch die gekrönte Preisschrift enthält verhältnissmässig viele Auszüge,zwar nicht ans Tsehirnhausens,. wohl aber ((loch dies dürfte rücksichtlich des»geschmacklos” gleichgültig sein) aus anderen Werken. So ist, auBser einigenkleineren Stellon auf pag. 2, G, 12, 22, 23, 38, die aus dem „Neuen Lausitzi-schen Magazin”. Band 41. Zweite Hälfte. Görlitz, 1804, bezüglich pag. 178,181, 179 , 182, 183, 178 entlehnt sind, die Hälfte des Textes auf pag. 3 der ge-krönten Preisschrift der auf pag. 5, Anmerkung G) vorliegender Abhandlung citirtenStelle in Gerliardt’s „Entdeckung der höheren Analysis” entnommen; auf pag. 4der gekrönten Preisschrift ist der von mir auf pag. 8 , Anmerkung 4) ungezogeneBrief Loibnizcns an Galloys aus Gerhardt’s „Lcibnizens mathematische Schriften”abgedruckt; auf pag. 8 ist beinahe, auf pag. 9 über die Hälfte aus der schonoben erwähnten Abhandlung des Dr. Paur: „Der Herr von Tschirnhaus auf Kiess-lingswalde und sein Pfarrer Kellner von Zinnendorf’, die im literarischen Nach-weis als selbstständige Schrift aufgeführt wird, abgedruckt (s. Neues LausitzischesMagazin. Band 41. Zweite Hälfte. Görlitz, 1864, pag. 191 , 192, 193); dergrösste Theil des Textes auf pag. 30 ist aus Gerhardt’s „Leibnizens mathemati-aehe Schriften. Band XV”, pag. 421, und aus Wolf’s Lebensbeschreibung entlehntWio aus letzterer angezogene Stollo findet sich auch in dem soebon genanntenwerke von Gerhardt, pag. 422, Anmerkung); pag. 31 ist grösstentheils aus pag. 69and 70 von Gerhardt’s „Entdeckung der höheren Analysis” wörtlich entnommen;auf pag. 32 und 33 ist ein Brief Mencke’s an Leibniz und Leibnizens an Mcnckeaus Gerliardt’s „Leibnizens mathematische Schriften. Band IV”, pag. 424 und425, abgedruckt; und die Stelle über die Gleichungen, pag. 33 und 34, ist ausKlügel’s mathematischem Wörterbuche entlehnt. Doch Prof. Grunert hat wohlnur nicht bemerkt, was Eigenes und was von Paur, Gerhardt und Klügel ent-aommen ist, da dies in der gekrönten Preisschrift nicht im Binzelncn gehörigenOrts angegeben, sondern, wie es ja Prof. Grunert in obigem Gutachten wünscht,•Üe Literatur grösstentheils in einen Anhang verwiesen, und hier im literarischenNachweis, pag. 39, bei Anführung der Schriften von Paur und Gerhardt hinzugefügtist, der Verfasser habe denselben einige Stellen wörtlich entlehnt. Uebrigens —< ! gustibus non disputandum!
*) Zwar dachte ich, als ich die vorliegende Abhandlung verfasste, dass esdie Oberlausitzische Gesellschaft angenehm berühren würde, wenn in der Preis-schrift sich herausstellte, der aus der Oberlausitz stamsnende Tschirnhaus sei einrecht ausgezeichneter Mann gewesen; allein schon damals war ich, wie ich esnoch jetzt bin, davon überzeugt, dass es der Oberlausitzischen Gesellschaft inerster Linie auf eine richtige und wahrheitsgemässe Charakterisirung Tschirn-hausens ankomme. Diese Ansicht hat mich bei Abfassung meiner Arbeit geleitet,leb habe seine Pehler nicht verschwiegen, ich habe entschuldigt, was zu entschul-digen war, ich habe gelobt, was zu loben war; ich habe aber nicht TschirnhausGedanken und Ideen untergelegt, die er nicht gehabt hat, um ihn der OberlausitzischenGesellschaft gegenüber berühmter und bedeutender erscheinen zu lassen, als erverdient und ist. Den Standpunkt, den ich ihm am Ende meiner Abhandlungangewiesen habe, sowie das Bild, welches ich von ihm entworfen habe, auch inmathematischer Hinsicht, halte ich noch jetzt für wahr und richtig, wenn ichmich auch in einzelnen Zügen geirrt haben sollte. — Mögen Andere entscheiden,ob die gekrönte Preisschrift eine „bessere und wahrere Würdigung unseres Lands-manns” bietet!