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Encyklopädie der Forstwissenschaft / von G.W. von Wedekind
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Die Forstwissenschaft.

Mäßia qrößer. Zur Vollsaat sind erforderlich folgende Samenmengen auf1 K Preuß Morgen- Eicheln 6 bis 12 Preuß. Scheffel, Buchelen 5 bis 6Preuß. Scheffel, Esche oder Ahorn 30 bis 50 R, Ulmen 15 bis 20, Erle 10bis 15 Birke 16 bis 32, Hainbuche mit Flügel 30 bis 40, Hainbuche ohneFlügel'20 bis 30, Kiefer mit Flügel 7 bis 10, ohne Flügel 4 bis 7, Fichtemit Flüael 10 bis 14, ohne Flügel 7 bis 10, Tanne ohne Flügel 30 bis45 Tanne mit Flügel 25 bis 30, Lärche mit Flügel 9 bis 12, Lärche ohneFlüael 7 bis 10 Pfund. Bei a) Riefen-, Rinnen- und Streifen-Saat, sowieb) bei Platzweiser und Plattcnsaat und e) bei Stecken des Samens hängt diec-amenmenge von der Größe und Entfernung der besäetcn Theile der Flächeab Zu n) lassen sich im Durchschnitt 0.83, zu b) 0.66, zu 0 ) 0.06 bis0.40 'der Vollsaat annehmen. *)

8. 22. Anwendung der verschiedenen Arten der Saat; Pflege derselben.

1) Voll- oder Breitsaat findet statt, wenn die Samenmenge gleichmä-ßig über die ganze Knlturfläche ausgestreut wird. Sie setzt die geeignete Em-pfänglichkeit der ganzen Fläche voraus, welche, wenn sie nicht schon vorhandenist (wie z. B. auf vorher zu Ackerland benutztem und auf wundem Boden oderauf dem unter 1 des 8- 20. bezeichneten natürlichen Keimbette geschonten Wäld-chens) durch Zubereitung hergestellt werden muß. Diese betrifft zunächst denUeberzug welcher entweder beseitigt**) oder, wenn er nur eine seichte Narbebildet und keine tiefere Wendung und Lockerung des Bodens erfordert wird,nur aufgekratzt oder bei mittlerer Stärke (Dichtigkeit) auch wohl umgehackt(knrzgehackt) wird. 'Das Abschneiden des Ueberzngs hilft nur ausnahmsweiseund setzt meistens zugleich die Znlänglichkeit eines bloßen Aufkratzens des Bo-dens voraus. Geeigneter ist häufig das Verbrennen des Ueberzngs(entweder bloßes Uebcrlandbrennen oder Hainen oder Verbrennen des vorhervom Boden getrennten Ueberzngs). Die weiter erforderliche Bearbeitung, Locke-rung, nach Umständen Wenden des Bodens bezweckend, erfolg , (e nach derbeabsichtigten Tiefe, den vorhandenen Hindernissen (z. B. Steinen) und den zuGebot fichendm Mitteln, durch Hacken, Spaten, Pflügen Letzteres hat womöglich den Vorrug. — Das Ausstreuen des Samens gefchieht nach ähnlicherRegest wie bei dem Feldbau und das Bedecken in dem aus Nr.1 des 8 20.folgenden Maße mit den diefem entsprechenden Werkzeugen, feicht durch Vieh-trieb und Dornbusch, tiefer durch Eggen oder Rechen, am tiefsten durch denPflug. Das Ueberwalzen wird unter ähnlichen Umständen, wie beim FeldbauMgjsh. — Wo die Fläche sich bereits in dem empfänglichen Zustande befindet,also deren volle Bearbeitung wenige Kosten heischt oder gar noch durch Ver-bindung mit landwirthschaftsicher Zwischennutzung (§. 43.) den Ertrag erhöht,und Gründe für den Vorzug der Reihen- oder Stellensaat nicht vorliegen, ver-dient die Vollsaat den Vorzug.

Man bat in neuerer Zeit immer mehr die Vortheile tiefer Aodcnaiiflockcning auch beimWaldbau anerkannt, und es sich znr Aufgabe gemacht, deren Nachtheilen (Austrocknen,Auffricrcn u dgl.) möglichst zu begegnen. Man vergl. des Berts. Vertrag Veite 28 des 16.Hfts. der neuen Jahrbücher der F-orftknnde.)

*) Ausführlicheres u. A. in meiner Tabelle und u zn Seite 90 meiner Abhandlung im7. Hefte meiner Jahrbücher.

") In diesem Falle empfiehlt sich, so fern man die Kosten verwenden kann und die Oert-lichkeit es gestattet, auch Untergraben oder Unterpflügen des Ueberzngs — oder Bildung vonComposthaufen.