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Encyklopädie der Forstwissenschaft / von G.W. von Wedekind
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Don den Ncbennutzungen.

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trag bedeutend erhöhen kann. In den unter Nr. 5. und 6. des §. 43. er-wähnten Fällen der landwirthschaftlichen Zwischennutzung folgt die Grasnutznngaus den Zwischenbau von Feldfrüchtcn.

2) Zur Fnttcrlanbgcwinnung (Nr. 1. des §. 9.) gibt die Kopf- »ndSchncidelwirthschaft (§. 39.) und der Bnschholzbetricb (Nr. 1. des §. 36.)Gelegenheit. Sie darf nicht in Laubstreifcn (strüppcn), sondern mir darinbestehen, daß man die Fällung zwar möglichst spät, jedoch noch vor dem na-türlichen Trocknen (im August, September), vornimmt und aus deren Ergebnißsogenannte „Fnttcrlanbwellen" (Schafwelle») sortirt.

3) Die Weide'-') ist nicht allein dem Holzbestande, sondern auch demBoden gefährlich, der Regel nach in Niederwaldnngen kurzen Umtriebs undHvchwaldbeständcn, welche mit ihren Aestcn dem Maule des Viehs noch nichtentwachsen sind, unstatthaft (daher eine nach Verschiedenheit von Standort, Be-triebsart, Holzart, Viehart, verschiedene Länge der Schonnngszeit und ein destogrößerer Theil des Waldes in Schonung, je kurzer die Umtriebszeit), aufsteilen Bcrgabhängen nicht zu erlauben und selbst in der Ebene bei nassemWetter aus zähem, bindendem Boden nicht räthlich, überhaupt bei dichtem,anhaltendem Eintriebe den Wurzeln der Stämme nachtheilig. Minder gefähr-lich bis zur Unschädlichkeit ist der Schafeintricb in zureichend erwachsenen Wal-dungen (namentlich von Kiefern, welche meistens durch ihr Gras den SchafenWeide darbieten). Nützlich durch Bodcnlockernng und Vertilgung von Insektenund Mäusen ist der Schweinc-Eintrieb, wenn man die Schweine nicht anhaltendan der nämlichen Stelle wühlen läßt, rasches Durchtreiben daher öfters sogarin Verjnngungsschlägcn mit schon vorhandener Besamung zulässig. — Wo Fest-treten des Bodens die Nachzucht fördert (z. B. mitunter nach Umständen beizu Ichwammiger Hnmnsschichte in Buchcnschlägcn), kann Eintrieb von Rindvieh,oder auf Saatcnlturcn Uebertreiben von Schafen dienlich sein.

§. 47. Von Benutzung des Obstes, der Waldbeer en, der Mast und des

Holzsame u s.

1) Die Verbindung der Obstzucht mit dem Waldbau hat wegen des Stand-orts und der Beschattung bis daher im Ganzen keine erklecklichen Ergebnissegeliefert. In Mittelwaldnngen von kurzem Umtriebe des Unterholzes kann auffruchtbarem Boden und in mildem Klima die Wahl von Obstbäumen zu Ober-ständern mitunter von Vortheil sein, so auch unter günstigen Umständen Be-pflanznng sonniger Waldränder mit Obstbäumen.

2) Das Waldbecrensammeln, meistens unerheblich, in Schonungen undKulturen lästig und gefährlich, wird mitunter in Gebirgsgegenden zu einer fürdie ärmeren Einwohner bcachtcnswerthen Ncbcnnutzung, z. B. das Heidelbee-ren- und Preißclbcercnsammeln.

3) Unter „Mast" versteht man den Samen von Buchen und Eichen (nachUmständen mit Einbegriss von Wildobst, Haselnüssen, Kastanien), zunächst inBeziehung auf ihre Verwendung zur Mästung der Schweine, dann auch imAllgemeinen. Man unterscheidet je nach der Ergiebigkeit volle oder ganze, Drei-vicrtclS-, halbe, Viertels - Mast, auch Vor- und Nachmast; endlich Erdmast,letztere den sonstigen in der Erde befindlichen Fraß für Schweine (z. B. In-sektenlarven) begreifend. Sie wurde früher beinahe allgemein durch Eintrieb

*) Obgleich das Thema von der Weidenutznng zu einer viel ausgedehnteren Erbrtcrnngreichlichen Stv» darbietet, müssen wir uns auch hier aus Hervorhebung einiger der wichtigstenMomente beschränken.