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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſſ. XXXII. Vom Wein und Bier. 85

(2.) Wann dieſer Wein von der Wurtzel gemacht worden/ſo iſt er gut:1. Zuden Nieren.2. Heilet die Blattern.3. Bringt der Weiber Zeit.14. Augentroſt⸗Wein.

Augentroſt(Euphraſia) wird geſamlet mit Kraut und Bluͤhe im Junio/nach unſerer Anweiſung der XI Claß fol. 137. im Artzney Garten/ hernach aneinemlufftigen Ort auff einem ſaubern Papier getrocknet und zugedecket/ gedůr-ret/ und biß auff den Herbſt verwahret.

Dieſes geduͤrrte Kraut nimt hernach wenig oder viel/ je nachdeme manein groß oder kleines Faͤßlein anſetzen will/ 7aͤſſet guten Noſt damit vergaͤhren/und gebrauchts wie einen andern Kraͤuter⸗Wein/ taͤglich Mittags und Abendsbey dem Eſſen fuͤr den Erſten Trunck ein gutes Glaßvoll getruncken.

Nota. Dieſes Krauts Tugend iſt nicht genugſam auszuſprechen/ in de-me es das Geſicht gewaltigſtaͤrcket/ alſo daß man der Brillenoder Augenſpiegelentbaͤhrenkan.

Wanndieſer Wein gar zu ſtarck/ ſo mag man Fenchel⸗waſſer oderZucker darein thun.15. Boragen⸗Wein.

Man nimmtzu vierzehen Maß Wein oder Moſtdrey Pfund Boragen-Bluͤhe/ ſiedet es mit einander/ biß daß es lauter wird/ verwahrts zum Ge-brauch/ und iſt dieſer Boragen⸗Wein gut:

1. Für die Tobung der Melancholy und Phantaſi.

2. Stillet die Wehtagen des Hertzens und Zittern deſſelbigen.

3. Reiniget das Gebluͤt.

4. Vertreibet die Raudigkeit.

5. Bringt den Leib zur Linderung.

6. Staͤrcktdas Geſicht.

2. Machet froͤlich.

16. Ochſenzungen⸗Wein.

Man nimmt die Wurtzel von Ochſenzungen/ ſo viel als man noͤthig hat/baitzt ſie im Moſtein/ biß daß derſelbige die Krafft aus der Wurtzel an ſich gezo-genhat;nachdeme es nunkraͤfftig genug/ und der Moſt ſich ſetzet/ lauter undklar worden/ kan man nach Belieben darvontrincken/ er iſt gut:

1. Fuͤr die Melancholey und verbrante Feuchtigkeit/ fuͤhret dieſel-bige durch den Harn hinweg;929999. 2. Macht