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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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868 Claſ XXXIv. Vom Eſſig.

Asxuxcran imanee er- Err evwee eemer. Iſt ſehrſchaͤdlich den magern Weibes⸗Perſonen/ ſomt Mutter* Iſheſehehafftt.4. Schaͤrffet das Gedaͤrm.5. Iſt ſchaͤdlich dem Geſicht.6. Mindert die Begierde zum Beyſchlaff.7. Benimt dem Menſchen die Staͤrcke.8. Erreget den Huſten..9. Mindert alle Kraͤffte der innerlichen und aͤuſſerlichen Sinnen.Die Schaͤrffe des Eſſigs ſolle corrigiret werden mit Roſinlein/ Aniß/Fenchelund Peterſilien⸗Saamen/ darmit geſotten/ und ein wenig Zucker dar-unter vermiſchet.Nota. Der Eſſig ſolle nimmermehr Morgens nuͤchtern gebrauchet werden.1I. Auff wie vielerley Weiſe der Eſſegzugerichtet werden könne/ er-fordert ſolches ein eigen Buch; Wir wollen aber der Hauß⸗Mutter nurkuͤrtz-lich nachfolgenden Unterricht darvon mittheilen.

Will man einen guten Eſſig machen.

So nimt man im Herbſt die Koͤrner von den Weintꝛoͤſtern/ oder außge-preſten Trauben/ ſauber und rein außgeleſen/ ein halbes Pfund/ doͤrret ſelbige/und zerſtoͤſſet ſie hernach zu Pulver/ darzu thut man ferner ein Viertel⸗PfundBertram⸗Wurtzel/ undzwey Loth Pfeffer/ ferner eine kleine Hand voll hart ge-doͤſte Gerſten.

Dieſes alles geſtoſſen und unter einander gemiſchet/ und in einen verglaͤ-ſten Hafen mit dem allerſchaͤrffften Eſſig unter einander geruͤhret/ wie einen di-cken Brey/ hernach auffeinem Ofen alſo laſſen eintrocknen.

Nachdem es min gnugſam trocken und duͤr worden/ ſo zerreibet man ſol-ches wirder/ ruhret es abermal mit ſtarckem Eſſig an/ and abermak trocknen laſ-ſen; Dieſes thut man zum fuͤnfften oder ſechſten mal/ je oͤffter/ je beſſer.

Endlich nimt man Sauertaig/ thut dieſes gedoͤrne Pulver darunter/macht kleine Kugeln darauß/ wie Welſche Nuͤſſe/ thut ſelbige hernach in dasEſſig⸗Faß/ ſo eine halbe Rheiniſche Ohm haͤlt/ dieſes ſeynd ohngefehr viertzigMaaß/ je aͤnger er innen lieget/ je beſſer er wird.

Auff emne andere Art.

Man nimt ein Loth langen Pfeffer/ und eine Hand voll Saltz/ thutes zu-ſammen in ein Geſchirꝛ/ und eine Maaß guten Wein darzu/ iaͤffet es mit einan-der ſieden ſchuͤttet es inein Faͤßlein/ 7aͤſſet es ohngefehr vier Tage lang darinnenliegen/ ͤllethernach das Faͤßlein aur zwen dritte Theil/ alſo/ daß das eine dritteTheil leer bleibt/ ſo wird ein guter Eſſig darauß. Fe

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