Claſ XXXV. Von allerley Gewuͤrtz. 871—.—————
——.—I. MNatur.II. Wahl und Guͤte.III. Nutʒz⸗ und Schaͤdlichkeit.IV. Verbeſſerung.
I(1.) Anbelangend das Saltz und deſſen Natur/ ſoiſt daſſelbige hitzigund trocken im andern Grad/ ziehet derowegen ein und zuſammen/ reiniget/ zer-theilet/ und macht ſubtil. 8
Es iſt aber das Saltzunter allem Gewuͤrtz das Vornehmſte/ nothwen-digſte und lieblichſte/ als durch welches die Geſundheit am allerbeſten unterhal-ten/ und den Speiſen ein guter und anmuthiger Geſchmack gemacht wird.
II. Die Wahl und Guͤte des Saltzes wird erkennet/ wann daſſelbigeweiß/ gleich koͤrnig/ ſchwer und dicht iſt.
III. Die utzbarkeit deſſelbigen ſeynd vornemlich nachfolgende: Nem-lich man thut das Saltz unter die Speiſen aus dreyerley Urſachen.
1. Damit ſolches die Speiſen/ wegen ſeiner Schwere/ deſtoehe hinab-waͤrts in den Magenſencke.
2. Weil das Saltz den Speiſen einen anmuthigen Geſchmack verur-ſacht
3. So widerſtehet das Saltz allem Gifft und der Faͤule/ und trocknetalle uͤberfluͤſſige Feuchtigkeiten aus/ macht auch Appetit zum Eſſen-Nimmt allen widerwillen der Speiſen hinweg.Reitzet das Gedaͤrme zur Außfuͤhrung des Stuhlgangs.Die Schaͤdlichkeiten des Saltzes aber ſeynd nachfolgende:1. Die ſcharff⸗geſaltzene Sachen macheneinen MelancholiſchenUnrath und Blaͤſte.Beleidigen den Magen⸗Mund.Verbrennen das Gedluͤt.Schwaͤchen das Geſicht.Mindern die Begierde zum Beyſchlaff-Erwecken das Jucken in der Haut.7. Verſehrendie Harn⸗Gaͤnge.Iv. Die Verbeſſerung des Saltzes iſt/ daß man nicht zu viel gebrauche/und ſollenes die jenigen meiden/ ſo ſich uͤbel umb die Bruſtbefinden.(2.) Denpfefferbetreffend/ ſo iſt derſelbige ins gemein Zweyerley:Nemlich der Schwartze/ und dann der Weiſſe-b 1. Des Pfeffers Matur iſt hitzig und trockemam Ende des drittemHrads.lI. Die wahl und Guͤte des Pfeffersbeſtehes darinven/ daß vee-1 8
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