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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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^ Die sog. Zuzer Convention.

wurde, sich nicht allzusehr zu beeile», wurde noch vor der Kündigungdes Bündnisses dem Bundestage vorgelegt; doch war es zu spät, dennman hatte die Sache bereits vor die Gemeinde» gebracht und schonhatten diese ihren Beschluß darüber gefaßt.

Im nämlichen Jahre, am 10. Juni, traten Bote» der Gotteshaus-gemeinden (von diesen sprach übrigens Cnr allein seine Ratisication« später aus und Bregelt ob Porta niemals, obschon Thomas Müller,s seiner Behauptung nach, aus Geheiß des Amnmnns mitunterschrieb)auf die Einladung Paschal's in Znz zusammen Gegen den Inhaltder Bnndsbricfe, welche alle Beschlüsse über Bündnisse, Durchpaßund Aehnlichcs dem Bundstag allein vorbehielte», fand hier das Ein-verständniß statt, Jedem Widerstand zu leisten, welcher die Pässe derRepublik Venedig zu öffnen gedächte und während vierzig Jahrenhindurch mit Niemand als mit Frankreich allein, ein Bündnis' zuschließen. Die Rkeinwaldcr, sagt Paschal, verboten es bei Vermögensund Leibesstrafe, einer Erneuerung des venctianischcn Bündnisses auchnur zu erwähnen, nahmen aber dennoch später, im Jahre 1617,dasselbe an.

Endlich erschien zn Cnr Anton Maria Vincenzio, vcnetianijcher^ Sekretär, und sprach vor dem Bnndstag für die Erneuerung desBündnisses. Die Sache kam auf die Gemeinden, wo sich aber die- Mehrheit für Nichternenerung ergab. Andere glaubten den Sekretärmit seinen Vorschlägen anhören zn sollen. Er selbst aber gab Ange-sichts Paschal's und dessen Bemühungen, das Bündnis; zn hinter-l treiben, die Sache gänzlich auf und ging »ach Hause. Uebrigensz fuhren die Venetianer fort bis zum wirklichen Anslanf des Bündnisses! sowohl die jährliche Pension zu bezahlen als die bestimmte Anzahlj Büchsen zu liefern.

j Im nämliche» Jahre 1612 wurde am 25. Juni von, Bnndstagl der Jesuitenorden, welcher im Veltlin, Cläven und Wornis sich ein-t nisten wollte, für ewige Zeiten verbannt. Dieses geschah in Gemäß-Iheit und Beobachtung der alten Dekrete von, Jahre 1551, welche11600 erneuert worden waren, immerhin aber ohne die geringste Be-ischränknng der Freiheit des katholischen Cultus in Celebrirung derkMesse, und lediglich zn dem Ende um jeder Beunruhigung des Gemcin-sweiens vorzubeugen. Mir, der ich damals Generalxroveditor bei den! Unterthanen war, so wie den übrigen Amtleuten daselbst, ward derjAnftrag für die Ausführung dieses Beschlusses zn sorgen. Auf dem

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