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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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65
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i Traversssche Bewsguüg im Oberengadin. 65

Nun verlief sich der größte Theil des Volkes mit seinen Fähnleinplözlich nach Hause. Auch der Bischof begab sich, unter Zusammen-rasfung seiner Kostbarkeiten, nach Fürsteuburg im Vinstgau. Der Ge-sandte Gueffier, aus dessen Tasche dem Vernehmen nach ei» Theil desSoldes für die Fähnlein bezahlt worden war, schüzte Abberufung nachFrankreich vor und reiste sofort dahin ab. Auch das Strafgericht löstesich auf, aber die Unkosten blieben, und es sollen dieselben über vierzig-tausend Gulden betragen haben.

2»i Monat August wurde zu Davos der ordentliche Bundstagabgehalten; die Geschäfte betrafen die Verwaltung der Unterthancn-lande. Zwischen den beide» Brüden, Augustin und Joh. Ant. Travers,welche der Landammannwahl halber sich so feindselig gegenüber stan-den, daß das ganze Obercngadiu sich ebenfalls in zwei Lager gespaltethatte, wurde eine Aussöhnung versucht.. Augustin fand in der FactionRudolfs Planta (mau nannte sie die spanische, „im französischen Män-telchen verkappte"), " welcher beider Schwester zur Frau hatte, Joh.Anton in derjenigen des Hercules Salis, es war die venetianische, —Unterstüzung. Der Bundstag ernannte unpartheiische Stimmenzähler,worauf es sich zeigte, daß die Parthei des Augustin die Mehrheit derStimme» hatte, wenn man nach den Statuten der Gegend nur die-jenige» zählte, welche Familienvater waren, sonst wog die andereParthei an Zahl des Volkes vor.

i Dann verlangten die durch das Strafgericht zu Cur verurtheiltcn! Gottshausbünduer eine Revision der dießfälligen Urtheile und daß in-j zwischen Leren Execntion eingestellt bleibe. Diese Revision wurde ani die Gemeinden gewiesen und die Vollstreckung der Sentenzen inzwischen,l wie gewünscht worden, verschoben.

Hierauf erschien Joh. Porta in seinem und anderer protestantischen, Geistlichen Namen, mit dem Gesuche, der Bundstag wolle doch recht-zeitig den Fallstricken begegnen, welche auswärtige Fürsten der Landes-freiheit legten; dann klagte er über Einige, welche die evangelischenPfarrer hoch und schwer bedrohte»; wobei er auf Rud. Planta, dessenNeffen Daniel und andere dieser Parthei zielte. Der Bnndstag ant-wortete, Beschwerden dieser Art müßten vor die Gemeinden, als denordentlichen und höchsten Richter, gebracht werden.

>2 üalllco lo§»men!o pallialam laolioaem. Original.