Umtriebe der Prädicanten.
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Spanien ergeben zu sein, wurden in diesem Briefe nicht genannt.Uebrigens behielt eS sich die Synode vor, nach gepflogener Unter-suchung sowohl über den Hispanismus insbesondere, als über dieKronenfrefserci und die Bestechungen durch auswärtige Fürsten imAllgemeinen, an die Gemeinden zu berichien und Vorschläge darüberzu machen. Hiezn hatten die Prediger, wie schon bemerkt wurde,bereits auf dem Bundstagc zu Davos Auftrag und Vollmacht em-pfangen. Den schriftlich verfaßten Bericht beschlossen sie nach Beendi-gung der Synode dem Volke vorzulesen und den Wunsch anszusprechen,das; die Gemeinden eine Anzahl ehrlicher, von Fürstengaben unbestochengebliebener, Männer auswählten, welchen sie den unumstößlichen Be-weis der abscheuliche» Berrätherei verschiedener Bündner vorlege»konnten. Um diesen Zweck aber sicherer zu erreichen, sei es noth-wendig, das; durchaus jeder Aufstand und jede Volksbewegung unter-bleibe. Leztlich wurde, bis die Gemeinden dem Gesuche entsprochenkätten, jedem Prediger das unverbrüchlichste Stillschweigen über dieseSache eingeschärft; den Geistlichen zwar die Bekämpfung der spanischenUmtriebe im Allgemeinen gestattet, jede spezielle Aeußerung über Per-sonen oder Dinge aber strenge untersagt.
Bereits wurde von den Kanzeln herab das Schreiben der Prädi-kanten verlesen. Einige Gemeinden schössen jede ungefähr achtzehnMänner zur Vornahme dieser Untersuchung aus; Andere hörten dieMahnung mit tauben Ohre» an. Blasins Alexander und BonaventuraTonisch kamen ins Prättigau. Dort sollen sie behauptet haben, Rud.Planta habe einst auf einmal eintansendachthundert spanische Dublonenvon den Agenten des Königs von Spanien empfange». Auch imuntern Engadin donnerten die Geistlichen, so vorzüglich Jac. AntonVulpius zu Vcttan, gegen die spanische Parthei und ließen in ver-trauten Kreisen Andeutungen fallen, welche auf Planta zielten. An-dere wieder hatte dieser auf seiner Seite, so den Andreas Stnpan zuArdez und Eonrad Tonisch zu Lavin. Zulezt hielten die Vettaner,wie bisher üblich gewesen, Criminalgerichtsvcrsammlung und fordertendie Geistlichen im Gerichte auf, wenn ihnen irgendwelche Landcsver-räther oder solche, welche von Spanien Geschenke angenommen hätten,bekannt seien, dieselben namhaft zu machen. Als aber die Prädicantensei es im Hinblick auf das Verbot durch die Synode, sei es aus Mangelan Beweisen, Niemand verzeigten, wurde ihnen anf's Bestimmtesteuntersagt, fürderhin dergleichen auf der Eanzel zu erwähnen. In der
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