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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Verschüttung des Fleckens Plurs.

,i,an ihn wieder losgebunden hatte, verschied er. Seine Zunge zeigtesich bis auf's Blut zerbissen. Nicht ohne Murren und MißbilligungVieler, darunter auch Evangelischer, das er nicht geständig und über-führt, Chiappini's Aussagen aber voll Widersprüche und bereits ver-altet gewesen, wurde seine Leiche am Mittwoch durch den Henker unterdem Galgen verscharrt. Später hat man selbe wieder ausgcgrabenund Nachts in das Kloster Pfävers gebracht. Etwas über fünfzigZahre alt, litt er an häufigem Fieber, weßhalb er an den Armen stetszwei sog. Fontanellen offen hielt. Mithin konnte er auch die Folter nichtaushalten. Im Uebrigen hatte er eine mäßige, nüchterne Lebensweise,meist mit Studien und seinem kirchlichem Amte beschäftigt, geführt.In den Wissenschaften, namentlich im Hebräischen, Griechischen undLateinischen war er ausgezeichnet. Während der zwei Jahre, wo ichals Statthalter des Statutrichters, ^ das dem seinigen benachbarteHaus zu Sondrio bewohnte, lebte ich sehr vertraut mit ihm. Späterwurde unter dem Pseudonymen Namen Richard Ruschoner's, Prediger-in der Eidgenossenschaft, ein Schriftchen mit dem Titel, das Märiyrer-thum des Nicol. Rusca, Erzpriester's zu Sondrio, seligen Andenkens,veröffentlicht, das übrigens vieles Ehrenrührige und Unwahre enthält.

Die Folge der Begebenheiten führt mich zur Beschreibung desschrecklichen Untergangs des Fleckens Plurs und Dorfes Schilano.Es war au einem Sonntagabend, den 25. Aug. 1618, als ein Regenbegann, der an Heftigkeit zunehmend, bis zum Donnerstag den 30.August fortdauerte. Dieser ziemlich helle Tag schien eine Besserungdes Wetters zu versprechen, aber während der folgenden Nacht kehrteder Sturm in Begleitung von Donner und Bliz abermals zurück unddauerte bis zur Morgendämmerung des 3. Septembers, eines Mon-tags. Der 4. September, ein Dienstag, war abermals heiter. Nachdem Mittage aber begannen auf der linken Seite der Maira von demBerge Conti, wo früher Lavezsteine gebrochen zu werden Pflegten (diedaher rührenden Höhlungen und anderweitige Spuren sind noch der-malen sichtbar) und nach Aussage der Bewohner von Uschione, einesweiter oben gelegenen Dorfes, schon seit 10 Jahren Risse und Spaltensich zeigten, Rufen und Schlipfe hcrunterzubrechen, welche einige Wein-berge bei Schilano, in der Richtung nach Cläven zu, verschütteten.Da aber früher schon am nämlichen Orte, dergleichen öfters vorge»

suiü-r osursrum orimiimüum. Original.