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Treffen vor Tirano.
1620 quoll. Und doch waren die Spanier selbst nicht ohne Furcht. Schonl i.Sp. hatten sie alles Kriegsgeräthe aus dem Amtshause, wo es verwahrtwurde, herausbringen lassen, um es weg zu führen, ein größeres Feld-stück war über die Brücke transportirt worden und man hatte die Ab-sicht, den Stadttheil diesseits derselben den Flammen zu ofpern. DieReiterei hatte meist schon Tirano verlassen und zwei Compagnien Fuß-volk sezten sich gegen die Kirche der h. Madonna in Bewegung.
Zu Plattamala befanden sich dreihundert Mann unter Morekound Francesco Bulla. Als diese von Pnschlav her Niemand kommensahen, rückten sie größtentheils zum User der Adda herab, vereinigtensich mit einigen andern Truppen unter Francesco Casamarra und er-öffneten auch von dort aus ihr Feuer auf die Zürcher. Da begannendie Unsern, an Geschüz und bereits auch an Schießpulver Mangelleidend, mit Leiter» und Anderem zur Belagerung Nothwendigen garnicht versehen, zudem seit mehr als zehn Stunden im Kampfe, all-mählig über den Rückzug zu rarhschlage» und sezten endlich, nachdemsie Mülincn und die übrigen Hanptleute begraben, langsam mit ihrenVerwundeten gegen Mazzo zu sich in Bewegung. Eine kleine Streckeweit gelangt, blieben sie stehen und blickten sich um, ob die Feindevielleicht aus der Stadt kämen, — es erschien aber Niemand. VorAllem verdient Lob die Tapferkeit und Geschicklichteil Stephan Fineck's,eines Unterwaldners, welcher als Gemeiner in der ersten ZürcherCompagnie diente nnd von einer sicher» Stelle aus zwölf Feinde »ntseinem Gewehre niederstreckte, wie es Pimentclli und andere spanischeHauptleute, welche ihn an Gestalt und Kleidern beschrieben, imJahre 1621 zu Mailand den Boten des ober» Bundes erzählten.Es blieben siebcnundvierzig Spanier, unter ihnen ein Anverwandterdes Joh. Bravo, Hauptmann, in der Nähe der Mühle. Verwundetwurden mehr als fünfzig. Von den Italienern fanden vicrunddreißigihren Tod, unter welchen außer Octavio Custote auch der RittmeisterJoseph Giraldo sich befand, der in Folge einer Armwuude später starb;ferner fünf andere Offiziere, Spanier und Italiener. Verwundet wur-den Viele. Die Berner verloren zweihundert zweiundzwanzig Mann,darunter mehr als zwanzig Gefangene. Von diesen, welche nach Mai-land geführt werden sollten, wurden einige bei der St. Pelersbrücke,unterhalb Berbenn, in die Adda geworfen. Außer dem Obcranführerund den genannten Hauptleuten fielen noch David Kymann, Obcr-wachtmeister; Peter Pfifer, Fähndrich in der Compagnie Römcrstal;