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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Rückzug der Bündner nach Mazzo.

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Anton Hermann, Sergeant unter Hauptmann v. Graffenriedt; Roll- 162 »mann, Mülinens Schreiber; Hoffmann, die gleiche Stelle bei Wagner 11 . Sp.bekleiden), Tiiberger bei Bonsketten. Die Zürcher verloren zweiund-vierzig Mann, unter welchen sich kein Offizier befand; die Bündnerachtzehn, worunter acht Davofer. Unter dem Gepäck der Eidgenossenbefanden sich zehntausend rheinische Gulden an baar, vier goldeneKetten und einige gute Pferde, — es siel Alles in die Hände desFeindes. Feldzeichen gingen keine verloren. ""

Zum Verständniß des Ganzen und namentlich um zu begreifen,daß selbit nach Zersprenguug des Berner Regiments die Sache nochnicht verloren war, lohnt es die Mühe die eigenen Worte des MarschallsUlysses v. Salis in seinem Berichte S. 242 u. ffg. zu hören. Wie obenbemerkt, halten die Bündner den Feind aus dem Lager geworfen undkämpften schon unter den Mauern Tirano's.

„Als man sah, daß der Feind sich gänzlich in den Flecken zurück-gezogen hatte, ließ der Oberst Steiner den Oberst Wuler bitten, mitseii>eli Haiiptleuk.l> zu ihm z» kommen, um sich zu verabreden, wie manden Feind weiter angreifen sollte. Sie waren bald einverstanden, daßman von jedem Schlachthaufen hundert und fünfzig Musketiers dcta-schiren sollte. Die Zürcher waren von dem Hauptmann Stucki, die IIn-serigen von meinem Bruder, bet dem auch ick mich befand, befehligt.

Der Oberst Gnler aber wollte ebenfalls dabei sein, obgleich man ihmvorstellte, wie nothwendig es sei, daß er an der Spize seines Schlacht-hausens bleibe, »m denselben je nach Umständen in Bewegung zu sezcn,was auch wirklich das Beste gewesen wäre, weil die Hauplleute, die beidemselben zurückgeblieben, weder Zutrauen noch Ansehen bei den Sal-beie» genossen. Wir näherten uns also mit dieser Mannschaft dem obernThore und bemächtigten uns sogleich der Befestigungen, die der Feindaußerhalb angelegt hatte, was man dem Oberst Steiner und unsernBündner» Hauptieute» mir der Bitte anzeigte, sie möchten schleunigstvorrücken und einen lebhaften Angriff auf den Feind im Flecken machen,das Gleiche würden auch wir zwischen dem Thore und dem Flusse, wowir einzudringen bofften, thun. Hauptmann Binder hatte sich mit un-gefähr 20» Bernern an uns angeschlossen.

Wären nun die Schlachthaufen mit der nöthigen Schnelligkeit zumSturm vorgerückt, so hätte» wir uns ohne Zweifel mit geringem Blut-vergießen Tirano's bemächtigt, denn man sah schon einige Fabnen zumThore gegen Stazzona hinausziehen. Oft verzögert, ja vereitelt derStarrsinn den gehoffien Erfolg vorhabender Unternehmungen, wie eseben hier geschah. Die Zürcher wollten sich nicht in Bewegung sezen,ohne vorher die Unseligen vorrücken zu sehen, was Liese allerdings hättenthun sollen, weil sie entfernter waren. Da diese aber ohne Anführerwaren, so weigerten sie sich vorzurücken, bis sie nicht sähen, daß die