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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bürgermeister Meyer's Hast.

1620. Guler sei alles Mögliche gethan worden, nm jene wahr zn machen,aber auch die Franzosen hätten nicht Wort gehalten. Meyer versichertestets deutlich und klar, gegen den König von Frankreich kein unehr-erbietiges Wort über die Lippen gebracht, sondern lediglich über die^ Handlungsweise einiger seiner Diener sich beklagt zn haben. Alsk Zeugen rief er Alle auf, welche bei jenem Gespräche anwesend waren,r Die Boten der Eidgenossen und der beiden andern Bünde drangen zuD Jlanz darauf, daß Meyer gegen Kaution entlassen würde. Auch vieleH Oberbündncr (Manche von ihnen gestanden offen, daß Meyer nurs seiner Verwandtschaft mit Guler halber verfolgt würde, indem sonstkein Grund dazu vorliege) würden beigestimmt haben, wenn nicht dieUrheber sich der Gefangennahine widersezt hätten. Endlich, Ansganzdes December >2> gelang es seinen Freunden, ihm die Freiheit wiederzu verschaffen worauf er sich nach Zürich begab. Auch den Haupt-mann Carl ä Marca aus dem Misop, den man als einen Hanptparthei-gänger Venedigs kannte, hatte» sie in, wenn auch freierem, Gewahr-sam gehalten, um, wie sie sagten, die venetianischen Pratiken ausseinem Munde kennen zn lerne». Doch konnten sie von ihm nichtserfahren, weßhalb er gegen Bürgschaft ebenfalls entlassen wurde.

Einige Tage später begab sich Gnefsier, da die Oberbündner nach

wt Anhörn hat mit dem oben angegebene» l4. December, demnachden alten Stil gemeint.

>22 Anhörn erzählt die Sache also: „Als die Masoxer Herren Bürger-meister Melier in seinem hanß zn Chnr überfallen, gefangen gen Jlanzgesnrt vnd ein lange Zeit lasse» verwahren, hat er heimlich ei» anschlaggemachet zn enirünnen. Den 14. December in der nacht sind etlicheChurer mit Rosse» gen Jlantz kommen vnd habendt vor der Statt anstihn gewartet. Er ist aufs das heimliche Gemach gangen, hatt den Gömervor der Thür lasse» warten, dieselbig znogeschlossen, ei» Breit vorn Ge-mach gerissen, binausgesprungen, zuo den seinen kommen, aufs ein Roßgesezt, dnrch Wald, Berg vnd Thal an den Oberpündtneien wacht hin-durch, liebend Rezünz durch den Rhein, mit höchster Verwunderung genCbur gefiiit. Als die Oberpündtner solches vernommen, lind sie 300Man» stark im läger zu Rezünz vffgebroche», im biß gen Chnr nachgeiltvnd ib» wollen heranßhaben oder die Statt anzünden. Er gewarnet kombtmit 30 pferde» »ach Majenfeldt vnd ergibt sich vnder den schirm desberrn Obersten Stainer von Zürich, vnd ober etlich tag hat er sich indie statt Zürich begeben. Die Churer, den Ileberfall der Oberpüntnervnd der V Oith besorgende, habendt zwei fendli Knecht angenommen."II. 27S.