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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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215
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Ankunft der eidgenössische» Bote». 2 > 5

Cur zu komme» sich weigerten, zu ihnen nach der Rhcinebene 1620.zwischen Cur und Eins hinaus. Ebendahin sandten mich die beidenandern Bünde ihre Boten. In der Unterhandlung mit ihnen, drangGueffier darauf, daß alle weiteren Berathungen mit den übrigenBünden gemeinschaftlich stattfände». Die Oberbündner aber, durchdie Gegenwart der katholischen Orte muthiger gemacht und zum Tbeilauch unter dem Einflüsse Joh. Conrads o. Beroldingen, deren An-führers, stehend, — weigerte» sich dessen, und wünschten den AnSschlnßder Unterengadiner und Münsterthaler. Das Nämliche deutetensie bezüglich der Davoser und Prättiganer, jedoch nicht so offen, an.Ueberdicß begehrten die Oberbündner von Seite Gncffier's Geld,wozu er aber gar keine Geneigtheit zeigte.

Am 10. November langten die, oft schon durch Briefe erbetenen, 10. Nv.eidgenössischen Boten zu Cur an. Es waren dieß Heinrich Brcm vonZürich, Samuel Jenncr von Bern, Johann Jacob Sonnenberg vonLnzern, Emannel Beßler von Uri, Aegidins Frischhcrz von Schwiz,Melchior im Feldt und Joh. Luß von Unterwalde», Caspar Branden-berger von Zug, Adam Böninacr von GlarnS, Joh. Lneas Jselinjünger von Basel. Johann Riff von Freikrieg, Victor Hafner vonSolothurn, Mathäus Peyer von Schaffhansen, Achatius Wyser undJoh. Schüfst von Appenzell und Nicolaus im Eich aus Wallis.

Es verlangten ferner die beide» Bünde, daß der französische Ge-sandte und die eidgenössischen Boten alle Streitigkeiten in den Bündenzu Cur auf freundschaftlichem Wege beilegten, zu welchem Zwecke sieJedermann freies Geleite anboten. Die Oberbündner gber, auf ihreund die Truppen der katholischen Orte pochend, wollten sich nicht vonJlanz entfernen. Endlich machten die beiden Bünde auch dieses wei-tere Zugeständnis; und die Boten rüsteten sich zu ihnen hinaufzureisen.

Aber noch in den beiden lezten Tagen, bevor Gueffier mit ihnen zuJlanz anlangte, sandten die Oberbündner, unter dem Vorwande, denbeiden Söhnen des Kanzlers Michael Lazaroni freien Wegzug ausdem Veltlin zu erwirke», den Joh Anton Giöri nach Mailand. DerHauptpunkt seiner Jnstructiou ging dahin, beim Herzog von Feria

123 Im Orig.: plann», kkvni; — das schöne Feld bei Eins, zwischender Landstraße und dem Henberge Jux, führt »ach dermale» den Name»Plarena oder Plorena.

i2i ES verlangten dieß die Spanier wegen des DnrchpasseS.

Znsaz des Vers.