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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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229
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Zug derselben durch den Schyn nach Tusis. 226

katholische Eidgenossen bei Eins stieß und diese ihm den Brief ab- 162l.zwangen. Als er auf Befragen eingestand, daß ihm derselbe zu Curvon einem Engadiner gegeben worden, eröffneten sie ihn sogleich.„Nirgends Hülfe erblickend (stand darin) hätten sie, die Engadinersich entschlossen, wieder heimzuziehen, und mahnten daher auch ihreFreunde auf andere bessere Weise für ihre Interessen zu sorgen undRnhe zu geben." Diese Nachricht erreichte ihren Zweck und machtedie Oberbündner bedeutend sorgloser.

Sonntags den 28. März musterte der spanische Gesandte acht 28.Mz.Fähnlein Oberbnndner zu Eins, denn bereits damals verlautete überallvon der Ankunft der Engadiner. Die Hauptleute jener Fäbnleinwaren Joh. Simcon Florin, Landrichter und Oberbefehlshaber, gleich-zeitig Führer der Compagnie von Waltensburg; Jacob Baliel fürDisentis; Christian v. Blnmenthal und Vincenz v. Caduff für dieLugnezer; Caspar Schmid v. Grüneck für die von der Grub; PadruttWilli für Näzüns; Caspar v. Schancnstein für Tusis; Joh. Catrinafür Schams und Rheinwald und Joh. Anton Schenardi für Misop.

Die Disentiscr, Lugnezer und Waltersbnrger zogen, nachdem sie ge-mustert worden, nach Tusis um den Paß zu hüten. Als sie dannDienstags den 30. März znverläßigere Nachricht über die Ankunft derEngadiner erhalte» hatten, verlangten sie durch Boten ganz spät nochden Zuzug der Misorer. In der nämlichen Nacht stiegen die Enga-diner, Bergüner und Münsterthaler, wohl neunhundert Mann stark,den Engpaß, Schhn ^ genannt, von Obervaz in's Tumleschg herab.

Auf dem Wege stürzten zwei Engadiner in der Dunkelheit die Felsenhinunter. Als sie an den Schildwachen der Fürstenauer (denn dieOberbündner verlangten auch von den Gottshausleuten die Ausstel-lung derselben) aalangten, erhielten sie sofort freien Paß. Hier be-wogen einige, in zwei Haufen, unter der Führung von Georg Jcnatschund Domenie Gulfin vertheilte, Engadiner und Münsterthaler eineZahl von ungefähr hundertundfünfzig Fürstenauer mit ihnen nachSils zu zieken, wo sich noch einige vierzig Mann ihnen ebenfalls an-schlössen. Blasius Alexander und Gallus im Niedt gingen geraden-weges auf die sogenannte Zollbrücke zu. Hier erhoben die Engadinerauf Befehl ihrer Führer ein allgemeines Geschrei, verstummten jedochhierauf ebenso Plözlich. Der Zollwächter unterließ es nicht, dnrch zwei

r aiiwo (der romanische, noch jezt gebräuchliche Name) im Original.