Treffe» zu Valendas.
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und langte» drei Stunden nach Einbruch der Nacht zu Valendas an. 1621.Die Prättigauer wollten ihnen folgen, wurden aber durch die Haupt- 2.Aprilleute Ulysses v. Salis und Jacob Ruinelli bewogen, den Paß durchHohentrins " zu bewachen, damit die Reichenauer Brücke nicht aber-mals in die Gewalt der Fllnförtischen falle. Kaum waren die Eugadinermit den Uebrigen zu Valendas eingezogen, als auch die Unterwaldnerund Zuger diesem Orte sich näherte» und eine etwas erhöhte Stellebei demselben, genannt Prada, besessen. Durch Kundschafter von ihrerAnkunft unterrichtet, schlugen die Engadiner sofort Allarm, stürztenohne Beobachtung der geringsten Ordnung aus dem Dorfe und suchteneinen felsigen Hügel zu gewinnen, — aber die Feinde besaßen schondie vortheilhaftere Stellung. So wurde in der Freitagsnacht des2. April ununterbrochen während sieben Stunden gekämpft. Späterkamen auch die übrigen Eidgenossen den ihrigen zu Hülfe und selbstdie Oberbündner zeigte» sich in der Nähe. Die Prättigauer suchten,um die Ihrigen so bald wie möglich unterstüzen zu können, eineBrücke über den Rhein zu schlagen. Diejenigen aber, welche sich zuValendas befanden 'ss verließen das Dorf, als sie die Kräfte der Feindevereinigt und auch zwei Feldstücke von Jlanz herankommen sahen.Langsam folgten ihnen die Fünförtischen nach; Beroldingen, welcherdurch einen gefangenen Engadiner in Erfahrung gebracht hatte, daßihnen das Schießpulver am Ausgehen sei, ermuthigte die Seinigenihren Schritt zu beschleunigen, aber einige der Hauptleute fürchtetendurch die in der Nähe befindlichen Prättigauer abgeschnitten zu werden.
So stand man beiderseits eine Zeit lang gerüstet einander gegenüber.Inzwischen drang ein Theil des fünfvrtischen Volkes, mehr auf dieBeute als den Kampf bedacht, in das Dorf Valendas ein, plündertedasselbe und führte Vieh und Hausrath weg. Auch wurde ein in derNähe von Prada liegender Stall in der Nacht verbrannt. Von denEidgenossen wurden ziemlich Viele (man erkannte sie an der Kleidung)getödet, — obschon dieselben behaupteten nur einen von Zug, NamensBrandenberger, verloren zu haben. Hauptmann Peter Schelli vonUnterwalden wurde am Schienbein verwundet. Von den Bündnernfielen einundfünfzig, darunter acht Oberbündner von Cästris, welche
w Demnach ging der Zug der Uebrigen den nähern Weg über Bo-uaduz nnd Versarn, die Unke Rheinseite hinauf,ii Die (tngadiner nämlich.