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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Gesandtschaft nach Innsbruck im Mai 1621.

1621. Kriegsoberster diesseits des Arlbergs, alle übrige waffenfähige Mann-schaft dieser Gegend, zu Feldkirch gerüstet sich versammeln. Die Häupterschickten hierauf drei Gesandte, den Martin v. Sax, Georg Gambserund Joh. Blasius v. Porta nach Feldkirch an eben diesen Joh. Wernerv. Reitnau ab, der ihnen zur Antwort gab, wenn sie den Grund derVerkehrssperrung, welche von Director und Räthen zu Innsbruck an-geordnet worden sei, kennen zu lernen wünschten, so möchten sie sichan diese selbst wenden. Schon vorher war Joh. Blasius v. Portanach Innsbruck bestimmt, um den ganzen Hergang auf dem SchlosseRäzüns zu erzählen, da er aber seines Alters und seiner Gesundheithalber dahin zu reisen sich weigerte, wurden Julius Meißen, Fortunatv. Juvalta und ich zu Gesandten' an den Erzherzog Leopold bestimmt.Man gab uns noch überdieß den erwähnten Joh. Victor Travers,österreichischen Vogt, zur Seite, damit derselbe über den Vorfall zuRäzüns und Anderes noch, Auskünfte ertheile. Auch die evangelischenOrte schrieben an Erzherzog Leopold, während er noch im Elsaß sichbefand, zu unsern Gunsten, aber es hatte derselbe die Erledigungdieser Angelegenheit verschoben, bis er selbst nach Innsbruck käme undgenauere Erkundigungen darüber eingezogen hätte.

Unsere Instruktion lautete dahin, man möchte das Kriegsvolk ausdem Münsterthale und den bündnerischen Grenzen entfernen, denTransit in Gemäßheit der Erbeinigung, auf deren Beobachtung wireinzig drängen, wiederherstellen, die zurückbehaltenen Waaren frei-geben dann endlich die beiden gefangenen Prädikanten und einigeandere Bündner wieder auf freien Fuß sezen. Betreffs der Lezterenhatte es folgende Bewandtniß. Einige Engadiner, aus der RepublikVenedig kommend, waren auf tirolischem Gebiete aufgegriffen und ge-fangen nach Innsbruck abgeführt worden. Mehrere konnten zwarTags vor Ostern, während man in der Kirche war, entwischen; zweiaber: Nicolaus Lorenz, ein Münsterthaler, und Peter Müller, ausdem Schaufigg waren zurückgeblieben.

Id.Mai Am 17. Mai trugen wir dem Erzherzog unsere Beschwerden vor.Er zeigte sich aufmerksam und wohlwollend. Wir wurden von ihm

23 So wurden nach Anhörn 1!I. 34 am 8. April Säumern vonDavor und dem Prättigau zu Frastenz (im Walgau) dreißig SaumSchmalz, mit welchem sie nach Hall zu fahre» gedachten, von den Oester-reichcrn abgenommen. Das nämliche geschah mit Korn am 10. Aprilunterhalb des St. Catbarinenbrunnens.