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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Gesandtschaft nach Innsbruck imi Mai 1621.

162l. Stredel v. Montani und Doctor Joh. Lintner, Hofkanzler (leztercBeiden Glieder des engern Rathes), um die vorgebrachten Beschuldi-gungen zu entkräften und sprachen zunächst über die Angelegenheit des(den drei Bünden einverleibten) Schlosses Räzüns. Da dieselbe beiden Oesterreichern der Hauptgrund zum Kriege schien,^ benothigtes für denjenigen, welcher die Rätische Pallas nicht gelesen hat, zuihrer Aufklärung etwas weiter zurückzugreifen. Das zum grauenBunde gehörige Schloß war früher Eigenthum der Freiherr,, gleiche»Namens, dann des ihnen folgenden Geschlechts der Brun. Von ihnenwaren drei Brüder, Johann, Heinrich und Ulrich sammt ihren Ge-richten bei Abschluß des grauen Bundes im Jahre 1424 (wie anseinem Orte erzählt worden ist) thätig. Die Erben des im Jahre1459 verstorbenen lezten Gliedes dieses Geschlechts waren JodocusNicolaus, Graf von Hohenzollern und ein Freiherr v. Limbnrg, derseine Rechte, später dem Erster» abtrat. Als im Jahre 1471 dergraue Bund mit demjenigen des Gotteshauses und der zehn Gerichtesich ans ewig verband, nahm an diesem Bündniß auch der genannteGras von Zollern als Herr von Räzüns Theil, und so ist gleichermaßenun erneuerten und erweiterten Bundsbrief von, Jahre 1524 Johannv. Marmels, damaliger Herr von Räzüns als zweite Person aufge-führt. Der Inhalt aller dieser Briefe geht dahin, daß alle Städte,Schlösser und Ortschaften sämmtlicher drei Bünde, den bündnerische»Behörden stets geöffnet sein sollten. Im Jahre 1497 erwarb KaiserMaximilian von seinem Kämmerer Friedrich, Graf von Hohenzollern,die Herrschaft Räzüns im Tausche gegen Stadt und Schloß Haigerloch,trat dadurch aber keineswegs in Besiz größerer Rechte, als solche seinenVorgängern einst zustanden, welche Bundesglieder der Bünde waren.Mehr noch, im Schwabenkriege, 1499, halte Conrad v. Marmels,

2« „Den 17/27. April hat Erzherzog Leopold ein schreiben lassenabgon au die stadt Zürich daß ihme. die pündt seine schlösscr beraubet,darvmb genügsame vrsach habe sie zu bekriegen. Er welle sich aber genJnsprugg begeben vnd da beßre Information innemmen." Anhörn II!. 68.

25 Es hatten ihm die drei Brüder von Zollern die Herrschaft Räzünssammt Schloß, Obersaxen und Tenna und den vier Dörfern Näzüns,Bonaduz, Ems und Felsberg im Jahre 1490 um fl. 7000 Rheinisch mitWiedcrlösungsrecht verkauft. Die Wiederlösung fand 1549 Lurch KaiserFerdinand, Sohn Maximilians statt, der schon 1497 die Zollern'schenRechte (nämlich der Einlösung) sich erworben hatte.